Royals-Head-Coach Michael Vogt zeigte sich nach dem Comeback-Sieg seiner Mannschaft überglücklich - und zugleich erleichtert. "Dresden hat es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht und wir haben etwas gebraucht. Sie haben uns teilweise überrascht und wir waren noch nicht ganz wach", erklärte er.
"Ich bin sehr glücklich, dass wir das Spiel noch drehen konnten. Ich hoffe, dass es insgesamt ein magischer Abend für Football-Deutschland war."
"Das emotionalste Spiel meines Lebens"
Auch Royals-Präsident Jens Torsten-Müller fand bewegende Worte: "Es war das emotionalste Spiel, das ich in meinen 58 Jahren und in mehr als 30 Jahren American Football erlebt habe", sagte er. "Wir haben eine atemberaubende zweite Halbzeit vor einer unbeschreiblichen Kulisse gezeigt. Ich bin sehr, sehr stolz."
Auch Quarterback Xeaiver Bullock, der zum MVP des Finales gewählt wurde, sprach über die besondere Atmosphäre in Dresden: "Das war beeindruckend", sagte der US-Amerikaner. "Es war extrem laut. Tausende Menschen - und die meisten waren gegen uns. Das war Motivation."
Dresden-Coach Seamon zollt Respekt - Bals lobt den Teamgeist
Auch der unterlegene Dresden-Coach Greg Seamon fand anerkennende Worte: "Potsdam hat über drei Jahre hinweg eine unglaubliche Leistung gezeigt."
Potsdams Running Back Heiko Bals, der entscheidenden Anteil des Erfolgs hatte, zog derweil ein selbstkritisches, aber stolzes Fazit: "Dieses Finale war sinnbildlich für unsere ganze Saison. Wir haben gut gestartet, dann kommt ein Tief. Aber dann sind wir bei uns geblieben - konzentriert, entschlossen. Es spricht für das Team und den Zusammenhalt, immer wieder so weit zu kommen."
Nach dem dritten Titel in Serie ist klar: Die Royals haben längst eine Ära geprägt. Nur die New Yorker Lions Braunschweig schafften bislang vier Meisterschaften in Folge. Ein Ziel, das in Potsdam nun fest im Blick ist. "Wir bleiben hungrig", sagte Royals-Receiver Emanuel Bakare, der das Selbstverständnis des Teams damit auf den Punkt brachte.