Stuttgart Surge hat sich das große Ziel vom Titel in der Heimat erfüllt. Im Finale der European League of Football bezwangen sie die Vienna Vikings dank einer starken Defensive mit 24:17.
Nach dem größten Erfolg ihrer Geschichte müssen die Schwaben nun aber auf in der kommenden Saison auf einige Spieler verzichten. So verkündete Quarterback Reilly Hennessey nach der Partie seine Karriereende. "Ja", antwortete er in der Pressekonferenz auf die Frage, ob er so seine Karriere beenden könnte.
Hennessey schwärmt von der Stimmung beim ELF-Finale
Der US-Amerikaner, der schon in den vergangenen Jahren immer wieder mit einem Rücktritt geliebäugelt hatte, gelang im dritten Anlauf der ersehnte Titel. Er zeigte in seinem Endspiel eine solide Leistung: 15 seiner 26 Pässe kamen für 232 Yards und drei Touchdowns an. Allerdings leistete er sich auch drei Interceptions.
Doch daran wird er im Rückblicj auf das Spiel nicht mehr denken. "Sie haben die Fans gehört, als wir noch eine Minute Zeit hatten: Die Stimmung war elektrisierend", erklärte er auf der Homepage der ELF. "Ich glaube, dieser Jubel hat wirklich gezeigt, was das nicht nur für unser Team, sondern auch für die über 30.000 Menschen hier bedeutet. Es war großartig."
Für den 29-Jährigen war es daher der perfekte Abschluss seiner Karriere. "Ich habe hier Freunde fürs Leben gefunden", schilderte er. "Was mir dieses Spiel gegeben hat, was mir dieser Sport gegeben hat, was mir die ELF gegeben hat, ist einfach unglaublich."
D-Liner der Surge hört ebenfalls auf
Auch Simon Butsch wird seine Schuhe nun endgültig an den Haken hängen. Eigentlich wollte er bereits im vergangenen Jahr aufhören, doch als klar war, dass das Finale in Stuttgart, und damit nur unweit seiner Heimat in Maichingen, stattfinden würde, hängte er noch eine Jahr dran.
"Das war der Grund, warum ich zurückgekommen bin. Ich wollte hier nochmal spielen", sagte er strahlend gegenüber football-world. "Umso schöner ist es, dass es mit dem Titel geklappt hat." Dabei konnte der Defensive Lineman drei Tackles zum Erfolg beitragen. "Wir waren heute das bessere Team", bilanzierte er.
Aurieus Minton beendet auch seine Karriere
Nach 17 Jahren im Football hat Aurieus Minton entschieden, seine aktive Karriere zu beenden. Der Sport, der 2008 begann, prägte sein Leben nachhaltig: Von den Anfängen mit den Unicorns, über vier GFL-Meisterschaften und zwei CEFL-Titel, bis hin zum Abschluss mit dem Stuttgart Surge und dem Gewinn der ELF-Meisterschaft 2025. "Ich bin stolz, ein Teil dieser Reise gewesen zu sein", sagt Minton und betont den großen Einfluss von Trainern, Mitspielern und Fans auf seine persönliche und sportliche Entwicklung.
In seinem Abschiedsstatement dankt er allen Wegbegleitern, Freunden und Unterstützern, die ihn während seiner Karriere begleitet haben. Besonders hebt er die Bedeutung der Menschen hervor, die ihn von einem jungen Spieler zu dem Erwachsenen formten, der er heute ist. "Ihr alle habt einen festen Platz in meinem Herzen", schreibt er und verabschiedet sich emotional vom Spielfeld.