Die NCAA hat eine weitreichende Neuregelung des Transfer-Portals verabschiedet. Ab der Saison 2026 dürfen College Football Spieler nur noch einmal im Jahr offiziell den Wechsel zu einem anderen Programm anmelden und zwar innerhalb eines 15-tägigen Zeitraums vom 2. bis 16. Januar.
Die Entscheidung wurde am Dienstag von der Division I Administrative Committee bestätigt und soll das seit Jahren kritisierte Transfer-Chaos eindämmen.
Nur ein Transferfenster ab 2026
Mit der neuen Regelung reagiert die NCAA auf jahrelange Kritik von Coaches, Spielern und Verantwortlichen. Bisher konnten Athleten in zwei Phasen - im Winter und im Frühjahr - ins Transferportal eintreten. Diese Doppelstruktur führte regelmäßig zu Terminkollisionen mit Bowl Games, Playoffs und dem National Signing Day.
Ab der Saison 2026 gilt nun: Wer wechseln will, muss dies innerhalb des 15-tägigen Fensters im Januar tun. Spieler, deren Teams an den College Football Playoffs teilnehmen und nach dem 12. Januar noch im Einsatz sind, erhalten eine Sonderregelung: Sie dürfen den Transferprozess innerhalb von fünf Tagen nach ihrem letzten Spiel starten.
Verkürzte Frist bei Trainerwechseln
Auch bei Coaching Changes gibt es neue Vorgaben. Spieler haben künftig 15 Tage Zeit, um nach der Verpflichtung eines neuen Head Coaches ins Portal zu gehen - die Frist beginnt fünf Tage nach der offiziellen Ankündigung.
Zuvor galt eine 30-tägige Periode, die direkt nach der Entlassung oder dem Abgang des Trainers startete. Damit will die NCAA ungeordnete Midseason-Transfers reduzieren und Teams mehr Stabilität geben.
Ende des Spring Portals
Das bisherige Frühjahrsfenster wird komplett gestrichen. Diese Entscheidung war von vielen Coaches gefordert worden, nachdem im letzten Jahr über 1000 FBS-Spieler nach dem Spring Camp die Teams gewechselt hatten.
Bei der jährlichen American Football Coaches Association Conference hatten sich alle anwesenden Trainer für ein einheitliches Transferfenster ausgesprochen.
Ziel: Stabilität statt Chaos
Mit den Änderungen will die NCAA das Gleichgewicht zwischen Spielerfreiheit und Roster-Stabilität wiederherstellen. Der neue Zeitrahmen soll es Programmen erleichtern, ihre Kader frühzeitig zu planen, während Spieler weiterhin die Möglichkeit haben, sich nach Saisonende neu zu orientieren.
Die Reform tritt offiziell in Kraft, sobald das Komitee seine abschließenden Beratungen am Mittwoch beendet - ein Schritt, der den College Football in eine neue Transfer-Ära führen dürfte.