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NCAA erlaubt Sportwetten für Spieler und Trainer

kicker

Künftig sollen Student-Athletes und Mitarbeitende von College-Sportabteilungen auf professionelle Sportarten wetten dürfen, während Wetten auf College-Wettbewerbe weiterhin strikt verboten bleiben.

Der Vorschlag wurde am Mittwoch vom Division I Administrative Committee angenommen, muss jedoch noch von allen drei NCAA-Divisionen bestätigt werden. Stimmen auch Division II und III Ende des Monats zu, tritt die Regeländerung am 1. November in Kraft.

Lockerung mit klaren Grenzen

Die NCAA betonte, dass die Entscheidung kein Freifahrtschein für Glücksspiel sei. Das Ziel sei, die Richtlinien an das gesellschaftliche Umfeld anzupassen, ohne die Integrität des College-Sports zu gefährden. "Das ist keine Befürwortung von Sportwetten, insbesondere nicht für Student-Athletes", hieß es in der Erklärung. "Aber es ermöglicht eine realistischere Regulierung und konzentriert unsere Ressourcen stärker auf den Schutz des College-Spiels."

Unverändert bleibt das Verbot, auf College- oder NCAA-Veranstaltungen zu wetten oder Insiderinformationen über solche Spiele weiterzugeben. Auch Werbe- und Sponsoringpartnerschaften mit Wettanbietern bleiben für NCAA-Meisterschaften untersagt.

Aufklärung statt Abstinenz

Das Student-Athlete Advisory Committee hatte die Lockerung zuvor mit Nachdruck gefordert, verbunden mit dem Wunsch nach verstärkter Aufklärung und Prävention. Die NCAA will künftig gemeinsam mit den Colleges Bildungsprogramme ausbauen, um verantwortungsbewusstes Wettverhalten zu fördern.

NCAA-Chefärztin Dr. Deena Casiero sprach sich für einen praxisnahen Ansatz aus: "Abstinenzbasierte Ansätze bei gesellschaftlichen Themen im College-Alter sind oft weniger erfolgreich als Strategien, die auf Aufklärung und offenen Dialog setzen", erklärte sie. "Wir wollen Athletinnen und Athleten helfen, informierte Entscheidungen zu treffen, riskantes Verhalten zu vermeiden und Unterstützung zu suchen - ohne Angst, ihre sportliche Berechtigung zu verlieren."

Mehr Wettvergehen - größerer Handlungsdruck

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der sich die NCAA vermehrt mit Wettverstößen und Manipulationsfällen konfrontiert sieht. Erst im September wurde ein Fresno-State-Basketballspieler lebenslang gesperrt, nachdem er Spiele absichtlich beeinflusst hatte, um Wetten zu gewinnen. Aktuell laufen Ermittlungen gegen 13 weitere Student-Athletes an sechs Hochschulen wegen mutmaßlicher Wettvergehen.

NCAA-Vizepräsident Jon Duncan betonte, dass die neuen Regeln den Fokus der Ermittler schärfen sollen: "Unser Augenmerk liegt auf jenen Fällen, die direkt die Integrität des College-Sports betreffen. Wir wollen problematisches Verhalten bekämpfen, ohne legale Freizeitaktivitäten unnötig zu kriminalisieren."