Das bisherige Turnier verlief für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mehr als dominant. Zum Auftakt wurde Irland klar geschlagen, und auch im zweiten Spiel gegen Dänemark hatte das gegnerische Team nicht den Hauch einer Chance.
In den ersten beiden Partien ließ die deutsche Defense keinen einzigen Punkt zu, während die Offense jeweils über 50 Zähler aufs Scoreboard brachte. Der deutliche 42:12-Sieg gegen Italien im letzten Gruppenspiel sicherte schließlich den Weg ins Viertelfinale - dort wartete mit Spanien ein echter Härtetest.
Traumstart der Deutschen
Schon direkt im ersten Drive fand Quarterback Saskia Nühse ihre Receiverin Ellen Riess mit einem langen Pass in der Endzone zum Touchdown. Zwar misslang der Extra Punkt, doch die deutsche Defense knüpfte an die Leistungen der Gruppenphase an und stoppte Spanien zunächst ohne Punkte.
Kurz darauf erhöhte Deutschland: Nühse bediente Anja Pietryga für den zweiten Touchdown, und nach einer Flagge gegen Spanien nutzten die Deutschen den Wiederholungsversuch zur erfolgreichen Two Point Conversion. 14:0 - ein Start nach Maß.
Spanien dreht das Spiel
Doch danach fanden die Spanierinnen ihren Rhythmus. Mit präzisen Kurzpässen und einem spektakulären Catch verkürzten sie zunächst, ehe sie im nächsten Drive erneut zuschlugen. Deutschland konnte die Two Point Conversion nicht verhindern - der Ausgleich war da.
Im direkten Gegenzug folgte der Knackpunkt: Eine Interception von Nühse direkt vor der eigenen Endzone brachte Spanien in beste Position. Die Spanierinnen ließen sich nicht zweimal bitten, gingen in Führung und bauten diese sogar auf 14:29 aus.
Deutsche Aufholjagd bleibt unvollendet
Zum Ende hinaus stemmte sich Deutschland gegen das drohende Aus. Nach einer Interception von Anne Streil kamen die Deutschen noch einmal in die Redzone. Ein Shuffle-Pass von Nühse auf Kristin Adrian brachte den Anschluss-Touchdown, doch die Conversion wurde erneut vergeben.
Hoffnung keimte kurz auf. Doch im direkten Gegenzug stellte Spanien mit einem weiteren Touchdown den alten Abstand wieder her. Damit war die Partie praktisch entschieden. Zwar versuchten die Deutschen in der Schlussphase noch einmal alles, scheiterten aber an der starken Defense. Die Spanierinnen kontrollierten anschließend die Uhr und brachten den 35:20-Erfolg sicher ins Ziel.
Bitteres Aus - Fokus auf Platzierungsspiel
Am Ende stand ein 20:35 aus deutscher Sicht. Trotz eines starken Starts und einer couragierten Leistung fand das Team von Head Coach Jona Winkel keine Antwort auf das Offensivfeuerwerk der Spanierinnen.
Damit endet der Traum vom EM-Titel für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im Viertelfinale. Morgen geht es nun in den Platzierungsspielen um die Ränge fünf bis acht.
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