Eingereicht wurde die Zivilklage laut FrontOfficeSports von Chris Clemens, dem ehemaligen Provost der Universität. Er wirft dem Board of Trustees vor, mehrfach gegen das staatliche Open Meetings Law verstoßen zu haben - unter anderem im Zusammenhang mit Belichicks Verpflichtung im Dezember 2024.
Damals habe das Gremium eine "Notfallsitzung" einberufen, diese sofort in nicht-öffentlicher Runde abgehalten und Belichicks Einstellung inklusive Vertragsdetails im Geheimen beschlossen. Erst danach sei die Entscheidung öffentlich abgenickt worden.
Mehr als nur Belichick betroffen - Vorsitzender wehrt sich
Die Klage geht jedoch über die Personalie Belichick hinaus. Clemens nennt mindestens drei Fälle, in denen das Board nach seiner Ansicht systematisch nicht-öffentliche Sitzungen nutzte, um Diskussionen zu verdecken, die eigentlich transparent geführt werden müssten. Dazu gehören Beratungen zur möglichen Conference-Neuausrichtung der Tar Heels - darunter Vergleiche zwischen den Finanzen der ACC und den möglichen Einnahmen in der Big Ten oder SEC.
Der Vorsitzende des Board of Trustees, Malcolm Turner, wies die Vorwürfe entschieden zurück. In einem Statement sprach er von "enttäuschenden und ungenauen Anschuldigungen" und bezeichnete die Klage als "Verschwendung von Steuergeldern". Laut Turner zeige Clemens damit "keinerlei Respekt" für die Universität, deren Prozesse seiner Ansicht nach ordnungsgemäß abgelaufen seien.
Für zusätzliche Diskussionen sorgte Belichick zudem selbst, als er Scouts der New England Patriots den Zugang zu den Team-Einrichtungen untersagte - ein Schritt, der ebenfalls rechtliche Fragen aufwerfen könnte.