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3 Spiele, 3 Siege: Warum ausgerechnet die Spurs die Thunder knacken

kicker

Dass die Oklahoma City Thunder in dieser Saison drei ihrer bislang fünf Niederlagen gegen die San Antonio Spurs kassiert haben, ist kein Zufall. Während OKC gegen den Rest der Liga Lösungen findet, treffen sie bei den Spurs auf ein Matchup, das ihre größten Stärken gezielt neutralisiert - und ihre strukturellen Schwachstellen offenlegt.

OKC kommt in dieser Saison mit der zweitbesten Offense der Liga (121,3 Punkte pro Spiel) - gegen San Antonio fällt diese Produktion jedoch deutlich ab. In den drei Niederlagen erzielten die Thunder nur 107 Punkte im Schnitt.

Auch individuell zeigt sich der Effekt: Flügelverteidiger wie Stephon Castle, Devin Vassell oder Keldon Johnson (von der Bank) haben OKCs Guards und Creator spürbar unter Druck gesetzt. Besonders auffällig ist das bei Jalen Williams, der in den drei Duellen nur 15,3 Punkte bei 38 Prozent aus dem Feld aufgelegt hat.

Spurs Frontcourt macht Zone dicht

Zentraler Faktor ist jedoch die Präsenz von Victor Wembanyama. San Antonio kann es sich leisten, die Zone konsequent dicht zu machen und mit offenen Würfen von außen zu leben. Wembanyamas Länge, gepaart mit zusätzlicher Größe im Frontcourt (etwa Luke Kornet), nimmt OKC Drives, Cuts und Abschlüsse am Ring - genau dort, wo die Thunder sonst dominieren. Die Spurs akzeptieren bewusst das Risiko von Kickout-Dreiern und zwingen OKC in eine Art Spiel, das weniger ihrem natürlichen Rhythmus entspricht.

Hinzu kommt, dass OKCs eigener Big Man in diesen Duellen kaum zur Entfaltung kommt. Chet Holmgren tat sich in allen drei Spielen gegen San Antonio schwer, sowohl offensiv als auch als defensiver Anker. Ob Krankheit oder Rückenprobleme eine Rolle spielten, ist letztlich zweitrangig - faktisch konnte OKC das Duell in der Zone nicht für sich entscheiden, was gegen die Spurs aber fast Voraussetzung für einen Sieg ist.

Kein einzelner Creator - gefährlich im Kollektiv

Während OKC stark über Struktur, Spacing und klare Reads kommt, agiert San Antonio variabler. Die Spurs verlassen sich nicht auf einen einzelnen Creator, sondern verteilen Verantwortung auf mehrere Guards und Flügel. Das sorgt dafür, dass auch Second Units produktiv bleiben und defensive Matchups ständig wechseln. Spieler wie De’Aaron Fox setzen mit Tempo und Athletik genau dort an, wo OKC sonst selbst Vorteile hat - im offenen Feld und im Eins-gegen-eins.

Ein weiterer Unterschied liegt in der defensiven Belastung. OKC lebt normalerweise davon, Ballverluste zu erzwingen und daraus Tempo zu generieren. Gegen San Antonio gelingt das kaum. Die Spurs schützen den Ball auffällig gut, spielen geduldig und bestrafen jede rotierende Hilfe mit klaren Reads. Dadurch wird OKCs aggressive Point-of-Attack-Defense entschärft, ohne dass die Intensität fehlt - ein Punkt, den auch OKC selbst nach der Niederlage betonte.

Unterm Strich sind die Spurs für die Thunder eine Art Ausnahmegegner: ein Team mit Größe im Zentrum, mehreren Ballhandlern und der Bereitschaft, bewusst mit bestimmten Risiken zu leben. Gegen viele andere Gegner reicht OKCs Ansatz, doch San Antonio zwingt sie zu Anpassungen, die sie bislang nicht lösen konnten. Dass die Spurs selbst gegen andere Teams schwankender auftreten, ändert nichts daran: Gegen OKC greift ihr Konzept - dreimal in Folge.

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