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Bayern-Boss erklärt: "Es waren nicht nur die Niederlagen"

kicker

Trotz Tabellenführung in der Basketball-Bundesliga und Teilnahme am bevorstehenden Top Four im Pokal trennten sich die Münchner am Samstag vom ehemaligen Erfolgstrainer der deutschen Nationalmannschaft, Gordon Herbert.

Angesprochen auf die Gründe für die Entlassung verwies Vereinspräsident Herbert Hainer unter anderem darauf, dass mit der Zeit das Feuer zwischen Mannschaft und Trainer nachgelassen habe: "Man verbringt viel Zeit zusammen. Dann kann man sich natürlich auch mal voneinander abgewöhnen und es schleifen sich bestimmte Automatismen ein."

Erschwerend sei zudem die persönliche Situation Herberts hinzugekommen. "Er war vier Wochen weg", erklärte Hainer hinsichtlich der langen Krankheitspause.

Hainer über Herbert-Aus: "Es war auch die Art und Weise"

Hauptursächlich für die Entscheidung sei allerdings die lange Dürreperiode auf internationalem Level gewesen: "Es ist nicht unser Anspruch, in der EuroLeague acht Spiele hintereinander zu verlieren", machte der Bayern-Boss klar und ordnete darüber hinaus ein: "Es war nicht nur, das muss ich fairerweise dazusagen, dass wir verloren haben. Es war manchmal auch die Art und Weise, wie wir gespielt haben, wie wir verloren haben, die uns zu diesem Schritt gebracht hat."

Ziel des Trainerwechsels sei daher, nicht nur auf die Siegerstraße in der Königsklasse zurückzukehren. Vor allem wolle man auch wieder Euphorie in der Zuschauerschaft auslösen. "Auch wenn man sich die Bundesliga anschaut: Da sind wir Erster, trotzdem gibt es auch da Spiele, die man besser spielen kann. Das muss man klar sagen. Eines unserer Ziele ist ja nicht nur, Deutscher Meister zu werden, sondern auch die Zuschauer zu begeistern."

Trotz des inzwischen vorletzten Platz in der Königsklasse haben die Münchner die Playoffs noch lange nicht abgeschrieben. "Jetzt müssen wir mal gucken, wie schnell wir das wieder in die richtige Richtung bringen", blieb Hainer bescheiden. Dennoch betonte er: "Wir wollen unsere Ziele auf keinen Fall aufgeben."

Die erste Gelegenheit, die Wende herbeizuführen, bietet sich bereits am Dienstagabend. Ab 19.30 Uhr geht es ausgerechnet gegen Tabellenführer Hapoel Tel Aviv. Ein Hoffnungsschimmer: Nach fast anderthalb Monaten und sieben Auswärtsniederlagen in Folge schlüpfen die Bayern hier erstmals wieder in die Rolle des Gastgebers.

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