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"Er brachte die Wende": Robinson als heimlicher MVP der Knicks

kicker

Jalen Brunson machte es bei der Zeremonie genau richtig. Als ihm die MVP-Trophäe ausgehändigt wurde, zählte der Spielmacher und All-Star erst einmal seine Mitspieler auf, die im Finale gegen die San Antonio Spurs wichtige Minuten gingen und großen Anteil am ersten Titel seit 52 Jahren hatten.

Vor allem Robinson veränderte die Symmetrie des Spiels. Der 27-Jährige ist der mit Abstand beste Spieler am offensiven Brett in der NBA. Mehr als ein Viertel aller möglichen Offensiv-Rebounds landen in den Händen des Centers, der in nur 18 Minuten 15 Rebounds angelte, davon zehn am offensiven Brett.

Robinson lässt Wemby arbeiten

Der Big Man war einer der Gründe, warum die Knicks einen zweistelligen Rückstand im dritten Viertel umbiegen konnten. Immer wieder verschaffte sich Robinson gegen Victor Wembanyama die bessere Position unter dem Korb und bediente dann blitzschnell seine Mitspieler. Insgesamt generierte Robinson so 18 zusätzliche Punkte für die Knicks, nur zweimal schloss der Center selbst ab.

"Mitch hat super gegen Wemby verteidigt und dann im Angriff Druck auf die beiden ausgeübt mit seinen Offensiv-Rebounds. Das hat für uns das Spiel geändert", lobte Coach Mike Brown. Robinson führte somit eine starke Second Unit um Jordan Clarkson und Tyler Kolek an, die ebenfalls wichtige Minuten spielten.

Robinson wurde aber dringend gebraucht, da sich Karl-Anthony Towns im dritten Viertel leicht verletzte, der Backup spielte deswegen fast zwölf Minuten am Stück. Mitte des Schlussabschnitts machte sich durchaus Müdigkeit bemerkbar, da war der Großteil seiner Arbeit aber bereits getan. Zu Beginn des vierten Viertels holte sich Robinson fünf Offensiv-Rebounds in gut 90 Sekunden, die Knicks nutzten das für einen 8:0-Lauf.

Spurs schicken Robinson nicht an die Linie

Und Robinsons größte Schwäche spielte keine Rolle. Die Spurs foulten den Center nicht mit Absicht (0/0 FT) - so wie es im Vorjahr noch die Boston Celtics in den Playoffs machten. Über die Saison hat der 27-Jährige erst sechs von 27 Versuchen getroffen (22,2 Prozent), so eine schlechte Quote gab es über die Saison noch nie. Die Spurs entschieden sich gegen die Strategie, so gab es keine Zweifel, dass Robinson auf dem Feld bleiben würde.

Und das zahlte sich aus, denn wäre Robinson nicht gewesen, hätte die Knicks diese Partie vermutlich nicht gewonnen. "Wir haben einfach einen Weg gefunden", meinte Brunson und an diesem Abend in Las Vegas waren es vor allem die Offensiv-Rebounds des Centers.

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