Zweimal standen sich die Warriors und Suns nun binnen weniger Tage gegenüber. Dabei kam es auch im zweiten Duell zu einem Rauswurf. Diesmal traf es Warriors-Forward Draymond Green. "Ich empfand es als schwach", kommentierte Trainer Steve Kerr die Entscheidung der Unparteiischen. "Er hat die Schiedsrichter angeschrien, wofür er auf jeden Fall ein technisches Foul verdient hat. Aber beim zweiten hat er einfach nur etwas gesagt, während er zur Bank gelaufen ist."
Besonders unglücklich empfindet er die Entscheidung in Hinblick auf das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften, wo Dillon Brooks für ein hartes Foul gegen Stephen Curry ebenfalls mit einem technischen, allerdings nicht mit einem Rauswurf sanktioniert wurde: "Ich meine, wir haben gesehen, wie der Typ buchstäblich Steph in den Bauch schlägt - vorsätzlich. Und dafür ist er nicht einmal vom Platz geflogen. (...) Ich bin damit absolut nicht einverstanden."
Gleichwohl fühlte sich Kerr an eine unschöne Vorgeschichte mit Dillon Brooks erinnert. In den Playoffs 2022 hatte der Forward - damals noch bei den Memphis Grizzlies - Gary Payton II. beim Korblegerversuch mit einem Armschlag, der an eine Wrestling-Einlage erinnerte, hart zu Fall gebracht. "Wie kann man da nicht sauer sein", sagte Kerr sichtlich entrüstet. "Das ist der Typ, der Garys Ellenbogen in den Playoffs gebrochen hat, indem er ihn in einem der dreckigsten Plays, die ich je gesehen habe, zu Boden clotheslined."
Beim nun begangenen harten Foul gegen Curry stieß Kerr besonders die fehlenden Konsequenzen auf: "Das nehme ich daraus mit: Man kann jetzt vorsätzlich jeden Werfer schlagen, der einem völlig verteidigungslos ausgeliefert ist und nur ein Flagrant Foul befürchten. Vielleicht tun wir das jetzt einfach auch", sagte Kerr etwas sarkastisch und schob witzelnd hinterher: "Aber wahrscheinlich eher nicht."
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