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"Kompletter Wahnsinn": Bundestrainer Mumbru kritisiert Spielplan scharf

kicker

In einem Interview mit Eurohoops gab Mumbru an, dass er grundsätzlich dem Projekt positiv gestimmt sei. "Wenn sie in Zusammenarbeit mit allen Parteien kommen, ist das gut, aber wenn dabei das bestehende Ökosystem zerstört wird, nicht", meinte der Spanier. "Ich hoffe, dass sich alle Parteien einigen können, damit der Sport selbst nicht darunter leiden muss."

Womöglich 2027 soll die neue Liga in Europa starten, allerdings konnte sich die NBA nicht mit der EuroLeague einigen. Es besteht die Gefahr, dass es in Europa weiterhin keinen gemeinsamen Nenner gibt. Das ist allerdings schon seit vielen Jahren so, da sich die privat geführte EuroLeague und die FIBA, der Ausrichter der Basketball Champions League, ebenfalls nicht grün sind.

Mumbru kritisiert europäischen Spielplan

So passiert es noch immer, dass die EuroLeague Spieltage während der Nationalmannschaftsfenster hat oder teils knapp davor. Ein Umstand, der auch das DBB-Team betrifft, da Mumbru in der Vergangenheit neben den NBA-Spielern auch auf Akteure aus der EuroLeague verzichten musste.

"Der Spielplan ist verrückt", befand auch Mumbru. "Es ist kompletter Wahnsinn. Teams aus der EuroLeague spielen 14 oder 15 Spiele im Dezember und bekommen kaum Pause. Die Belastung ist enorm, einfach nur damit es Spiele gibt. Hier muss dringend etwas getan werden". Durch die Erweiterung der EuroLeague auf 20 Teams werden während der Regular Season 38 Partien gespielt, dazu kommt noch der normale Spielbetrieb in den nationalen Ligen.

Die Leidtragenden sind die Spieler, aber auch das Produkt. "Basketball ist besser, wenn alle Spieler 100 Prozent geben können. Einige Partien können das Niveau aber gar nicht erreichen, weil die Spieler müde sind und der Spielplan zu viel von ihnen abverlangt", ist sich Mumbru sicher.

Doppelfunktion? Mumbru befürwortet es

Mumbru selbst hat diese Doppelbelastung nicht, auch wenn er zuletzt wieder einige Male als Experte im spanischen Fernsehen auftauchte. Eine Doppelfunktion ist seitens des DBB nicht erwünscht, in vielen Ländern ist dies aber Usus. Für Mumbru war dies nicht immer einfach. "Es ist eine ganz andere Erfahrung. In Valencia habe ich 80 Spiele in einem Jahr gecoacht, hier nur ein paar. Für Coaches ist es gut, wenn man Rollen kombinieren kann, ich verstehe aber auch, wenn manche Verbände das anders sehen."

Der Katalane coachte vor seiner Zeit in Deutschland neben Valencia auch in Bilbao. Zuletzt hatte es auch Gerüchte gegeben, dass der 47-Jährige ein Kandidat bei Maccabi Tel Aviv sei. Die Israelis hielten letztlich an Oded Kattash fest und nach Informationen von basketball-world.news gab es auch nie eine offizielle Anfrage an den DBB. Beim Verband hat Mumbru noch einen Vertrag bis Ende 2026, danach besteht die Option, den Vertrag über die WM 2027 und Olympia 2028 zu verlängern.

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