"Ich habe mich noch nie so sehr geschämt. Die Leute haben es sich selbst zur Aufgabe gemacht, Partizan herabzuwürdigen. Auf die Missverständnisse zwischen Zeljko und Ostoja will ich gar nicht eingehen, aber das, was in der Arena passiert ist, war der beschämendste Anblick, den ich je gesehen habe", erklärte Paspalj auf seiner Vorstellungs-PK am Montag in Belgrad.
Im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Trainerlegende Zeljko Obradovic herrscht Ausnahmezustand in Belgrad. Beim Heimspiel gegen den FC Bayern skandierten die Fans minutenlang den Namen des Ex-Trainers und buhten die eigenen Spieler aus. Lediglich ausgewählte Spieler wie Isaac Bonga, die selbst gedroht haben sollen, selbst den Verein zu verlassen, wurden bejubelt.
Neuer Partizan-Trainer in den Startlöchern
Nicht nur Obradovic hat den Verein verlassen, auch Sportdirektor Zoran Savic wurde Ende November entlassen. Für ihn übernahm Paspalj Anfang des Monats die Rolle des neuen Sportdirektors des Teams. Auf Vorschlag von Präsident Ostoja Mijailovic wurde Paspalj einstimmig in sein neues Amt gewählt.
Auch ein neuer Trainer steht bereits in den Startlöchern, Berichten zufolge soll Ex-Barcelona-Trainer Joan Penarroya schon in der kommenden Woche vorgestellt werden.
Seit dem Aus von Obradovic ist Partizan immer noch ungeschlagen, unter Interimscoach Mirko Ocokoljic gewannen die Hauptstädter alle drei Spiele. Darunter auch das Stadtderby gegen Roter Stern.
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