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Probleme geblieben: Warum auch Pesic den Trend nicht sofort stoppen kann

kicker

Der Einstand von Svetislav Pesic an der Seitenlinie war von Anfang an symbolisch: bereits nach weniger als zwei Minuten kassierte der 76-Jährige ein technisches Foul, als er sich schützend vor seine Spieler stellte und vehement einen Pfiff bemängelte.

Doch die emotionale Präsenz des neuen Trainers verpuffte sportlich schnell. Die Bayern wirkten weiterhin verunsichert, insbesondere in der Defense und beim Rebounding. Hapoel spielte mehrfach einfache Abschlüsse heraus, vor allem Dan Oturu bekam unter dem Korb zu viel Raum.

Dass man am Ende "nur" mit zehn Punkten verlor, war in erster Linie David McCormack zu verdanken. Der Center nutzte die Phase, in der Hapoel rotierte und defensiv nachließ, konsequent aus. Seine 12 Punkte bei 6/6 aus dem Feld waren der stabilste Münchner Stretch des Abends. Wichtig dabei: McCormack brachte klare Physis, einfache Lösungen, kein Zögern. Gerade in einem Kader, der zuletzt häufig passiv wirkte, fiel das auf.

Pesic fordert Härte

Nach der Partie fand Pesic deutliche Worte. Besonders der oft fehlende körperliche Einsatz seiner Mannschaft gefiel ihm gar nicht: "Ich hatte das Gefühl, dass Tel Aviv zeitweise mit fünf Spielern gegen null gespielt hat. Sie müssen unsere körperliche Präsenz spüren."

Der neue Trainer machte klar, wo er den Hebel ansetzen will: "Unser Job für die nächsten Spiele ist es, die Defensive zu verbessern. Wir haben nur drei Fouls im letzten Viertel gemacht, so geht das nicht. Fouls sind ein wichtiger Teil des Spiels."

Die aktuelle Tabelle der EuroLeague

Auch aus der Mannschaft kamen nach dem Spiel ehrliche Töne. Justus Hollatz sprach aber von einem ersten Schritt: "Das war frustrierend, aber wir haben am Ende zumindest gekämpft."

Zum neuen Trainer sagte der Welt- und Europameister: "Er hat uns gesagt, dass wir mit Mut spielen sollen, dass wir hart spielen sollen. Er ist ja erst einen Tag da, viel konnte er nicht machen. Wenn wir ein paar Tage haben, kann man da bestimmt noch mehr machen."

Klare Signale

Pesic setzte auch personell früh Akzente. Spencer Dinwiddie, der keinen einzigen Punkt erzielte, begann von der Bank (erst zum zweiten Mal nach seinem Debüt) und wurde nach der Pause gar nicht mehr eingesetzt. Insgesamt er Ex-NBA-Guard auf die wenigste Einsatzzeit im Team.

Die nächste Aufgabe folgt bereits am Freitag in der Bundesliga gegen Frankfurt, ehe am 2. Januar in der EuroLeague Maccabi Tel Aviv im SAP Garden gastiert. Dann wird sich zeigen, ob die ersten Trainingsimpulse schneller greifen als das Ergebnis im Debüt vermuten lässt.

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