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Atletico Madrids Mehrheitseigner steigt auch bei Wrexham ein

kicker

Wie der AFC Wrexham mitteilte, erwirbt Apollo Sports Capital eine Minderheitsbeteiligung am Klub. "Die Investition steht im Einklang mit der langfristigen Wachstumsstrategie des Wrexham AFC und seinen Ambitionen in der Premier League", heißt es in einer Klubmitteilung, in der auch betont wird, dass "die Mehrheitsaktionäre Rob McElhenney und Ryan Reynolds weiterhin als kontrollierende Eigentümer die Aufsicht über den Klub behalten" werden.

Apollo soll finanzielle Mittel bereitstellen, um die bereits laufende Sanierung des in die Jahre gekommenen Stadions "The Racecourse Ground", das seit 1872 vom AFC als Spielstätte genutzt wird und das 1999 letztmals erweitert wurde, voranzutreiben. Seit Juni 2022 ist der AFC Wrexham Eigentümer der Anlage und treibt seitdem die Modernisierung voran. Von Investorenseite kam zudem das Bekenntnis für ein langfristiges Engagement. "Es handelt sich um eine mannigfaltige Investition, bei der Apollo Sports Capital langfristiges und geduldiges Kapital bereitstellen kann, um Wrexham dabei zu helfen, seine Ziele zu erreichen", erklärte Lee Solomon, Partner bei Apollo und Co-Portfoliomanager von ASC.

"Von Anfang an wollten wir eine nachhaltige Zukunft für den Wrexham aufbauen", heißt es indes in einem gemeinsamen Statement von Reynolds und McElhenney: "Der Traum war immer, diesen Verein in die Premier League zu bringen und dabei der Stadt treu zu bleiben. Für ein solches Wachstum braucht es Weltklasse-Partner, die unsere Vision und unseren Ehrgeiz teilen, und Apollo tut dies absolut. Wir kennen Al Tylis, den CEO von Apollo Sports Capital, seit vielen Jahren und freuen uns sehr, dass ASC nun Teil der Wrexham-Familie wird, während wir gemeinsam den nächsten Schritt nach vorne machen."

Tradition mit neuem Anstrich und großen Ambitionen

Der AFC Wrexham wurde 1864 gegründet und ist der älteste Fußballklub in Wales, er bewegte sich über viele Jahre hinweg zwischen der zweiten und der vierten Division und hatte nie sonderliche Erfolge in England zu verzeichnen. 2008 folgte der Absturz in die Bedeutungslosigkeit der fünften Liga, doch seit der Übernahme des Klubs durch die Schauspieler Reynolds und McElhenney ging es steil bergauf - die Red Dragons schreiben eine Erfolgsgeschichte, wie sie ansonsten in Hollywood-Drehbüchern zu finden ist.

Bereits bei der Übernahme des Klubs wurde das Ziel "Premier League" ausgegeben, damals hätten die Leute darüber gelacht, verriet McElhenney später. Doch die Strahlkraft der neuen Besitzer zog Investoren an, die enorm populäre Doku-Serie "Welcome to Wrexham" spielte mit dem Underdog-Image und machte den Klub weltweit populär - und letztlich zu einer echten Marke; rund 50 Prozent der Einnahmen der Saison 2023/24 stammten aus den USA.

Sportlich blieben die großen Erfolge anfangs noch aus, doch 2022/23 erfolgte der Aufstieg in die 4. Liga, dann direkt der Durchmarsch in die 3. Liga und wiederum der sofortige Aufstieg in die Championship - nie zuvor war es einem Klub in der englischen Football League gelungen, in drei aufeinanderfolgenden Saisons aufzusteigen. Aktuell belegt der Aufsteiger in der 2. Liga mit 27 Punkten aus 19 Spielen Platz 12 der Tabelle und hat die Play-off-Plätze zumindest noch in Sichtweite, der Rückstand auf den Sechsten Stoke City beträgt nur drei Zähler.

Ein Milliardengeschäft

Das Ziel der Waliser ist eh klar: Die Premier League soll es sein - die Mittel dafür wurden durch den Einstieg von Apollo jedenfalls schonmal gesteigert. Bei Apollo Sports Capital handelt es sich um eine Tochtergesellschaft von Apollo Global Management, einem milliardenschweren und seit 2011 an der Börse notierten Finanzdienstleister, der eigenen Angaben zufolge das gesamte Spektrum von Kreditanleihen bis hin zu Private Equity umfasst und Vermögenswerte von 908 Milliarden Dollar (Stand: 30. September 2025) verwaltet.

Das Unternehmen war schon länger in der Sport- und Unterhaltungsbranche aktiv, intensivierte seine Aktivitäten mit der Gründung von ASC, das zuletzt Schlagzeilen machte, als es Mehrheitseigner des spanischen Topklubs Atletico Madrid wurde. CEO von Apollo Sports Capital ist Al Tylis, ein erfahrener Sportinvestor und ehemaliger Immobilienmanager, der mit dem Reynolds und McElhenney bei der Übernahme des kolumbianischen Erstligisten Club Deportivo La Equidad sowie der Minderheitsbeteiligung in den mexikanischen Club Necaxa bereits gemeinsame Sache gemacht hat.