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"Demütigend": Straßburgs Fanvereinigung kritisiert Rosenior-Wechsel

kicker

Die Nähe zum FC Chelsea gefällt in Straßburg bei weitem nicht allen Fußballfans, das ist kein Geheimnis. Seit 2023 ist Racing Teil von BlueCo, der Investmentfirma von Todd Boehly aus den USA, der eben auch der Londoner Klub gehört. Von dieser Partnerschaft profitieren in Augen der Straßburg-Fans aber vor allem die Blues - die nun Trainer Liam Rosenior aus dem Elsass an die Themse gelockt haben.

Die Reaktion der Fanvereinigung Federation Supporters RCS am Dienstag war mehr als deutlich: Der Wechsel von Rosenior markiere einen "weiteren, demütigenden Schritt in der Unterwerfung von Racing unter Chelsea". Bereits seit zweieinhalb Jahren habe man, gemeinsam mit anderen Fan-Organisationen, versucht vor diesem Problem zu warnen.

Dies sei ein strukturelles und gehe weit über die potenziellen Auswirkungen, den eigenen Cheftrainer inmitten der Saison zu verlieren, hinaus, schreibt die Fanvertretung. "Es geht um die Zukunft des französischen Vereinsfußballs."

Fanvereinigung fordert Rücktritt von Präsident Keller

Auch die einflussreiche Gruppe "Ultra Boys 90" hatte bereits vor einiger Zeit vor den Folgen der Partnerschaft mit Chelsea gewarnt und den Rücktritt von Vereinspräsident Marc Keller gefordert. Dies unterstrich nun auch die Federation Supporters RCS. "Er muss gehen. Jetzt!", heißt es in dem Statement. "Jede weitere Verrenkung von Marc Keller, jede weitere Minute, die er an der Spitze des Vereins steht, ist eine Beleidigung für die großartige Arbeit, die vor 2023 geleistet wurde." Nach Informationen der L'Equipe ist für den 57-Jährigen ein Rücktritt aktuell aber kein Thema.

Im vergangenen Sommer gab Racing mehr als 100 Millionen Euro für Spielertransfers aus, mehr als ein Dutzend Spieler sind seit der Übernahme von BlueCo allerdings auch schon zwischen Straßburg und Chelsea hin- und hergewechselt.

Im kommenden Sommer kommt Racing-Kapitän Emanuel Emegha hinzu, der verletzungsbedingt in dieser Saison nur siebenmal in der Liga auflief - und viermal für den Tabellensiebten der Ligue 1 traf. In der Vorsaison waren es 14 Tore in 27 Liga-Spielen. In der kommenden Spielzeit geht er dann für Chelsea auf Torejagd - unter seinem Ex-Trainer Rosenior.