FC Winterthur - Andrin Hunziker
Der FC Basel sucht händeringend nach einem treffsicheren Stürmer. Den haben die Eulachstädter im Sommer vom FCB auf Leihbasis erhalten. Nachdem Andrin Hunziker zu Beginn der Saison oftmals von der Bank zum Einsatz kam, ist er mittlerweile im Angriff des FC Winterthur gesetzt. Sechs Tore hat Hunziker bereits erzielt. Das sind zwei mehr, als Moritz Broschinski und Albian Ajeti in der Liga zusammen auf dem Konto haben. Auch gegen seinen Stammverein hat Hunziker in der Hinrunde treffen können. Bei der 1:2-Niederlage im Dezember war der 22-Jährige für den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgt.
Grasshopper Club Zürich - Jonathan Asp Jensen
Ein grosses Transferbudget hat Sportchef Alain Sutter beim GCZ nicht zur Verfügung. Dementsprechend kreativ muss er auf dem Transfermarkt operieren. Dazu gehören auch Leihen aus dem Netzwerk mit dem Los Angeles FC und dem FC Bayern München. Nachdem im Vorjahr Nestory Irankunda von der Säbener Strasse in die Limmatstadt gewechselt ist, stehen nun Lovro Zvonarek und Jonathan Asp Jensen leihweise beim Schweizer Rekordmeister unter Vertrag.
Die beiden Bayern-Leihgaben sind wohl die besten Spieler im Kader des GCZ. Noch einen Tick besser als Zvonarek präsentiert sich Jonathan Asp Jensen. Der Däne ist der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Zürcher. Der 19-Jährige steht bei sechs Saisontoren und vier Assists. Damit kann ihm kein Mitspieler das Wasser reichen. Nur Luke Plange hat sich durch seinen Viererpack gegen YB in die Nähe gespielt. Ohne Asp Jensen stünde GC in der Tabelle noch wesentlich schlechter da. Für den Dänen selbst ist der Abstiegskampf wohl auch eine wichtige Erfahrung, denn solche existenziellen Kämpfe muss er bei Bayern München kaum je austragen.
Servette FC - Florian Ayé
Während die Hinrunde des Vereins äusserst durchzogen war, trifft das auf den neuen Stürmer der Grenats nicht zu. Florian Ayé hat mit acht Toren und zwei Assists sofort eingeschlagen. Der Franzose erweist sich als äusserst treffsicher. Es ist daher umso überraschender, dass sich der Servette FC trotz eines Torgaranten in der Offensive ansonsten sehr schwer tut. Der 28-jährige Franzose hat in der Calvinstadt einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Kann Ayé seine Torquote halten, ist es gut möglich, dass eher früher als später wieder ein Verein aus der Ligue 1 anklopft und sich die Dienste des Stürmers sichern will.
FC Lausanne-Sport - Gaoussou Diakité
Es folgt bereits der dritte Leihspieler der Top-Transfers. Gaoussou Diakité ist aber gleichzeitig auch der letzte temporäre Neuzugang, der in dieser Liste Platz gefunden hat. Es ist dann auch keine Überraschung, dass diese Vereine eher weiter unten in der Tabelle anzusiedeln sind. Zumindest bei den Grasshoppers und dem FC Winterthur fehlen oftmals die finanziellen Mittel, um wirkliche Verstärkungen dauerhaft an den Verein zu binden.
Eine wirkliche Verstärkung stellt auch Gaoussou Diakité dar. Vor allem bei seinen zwei Fabelauftritten gegen den BSC Young Boys und den FC Basel hat der Offensivspieler das gezeigt. Die Hälfte seiner Scorerpunkte, nämlich zwei Tore und zwei Assists, resultieren aus diesen beiden Partien. Aufgrund einer Tätlichkeit im Spiel gegen den FC St.Gallen musste Diakité während drei Ligaspielen zuschauen. Dabei fehlte die Leihgabe von Salzburg sichtlich. Gerade einmal zwei Punkte konnten die Waadtländer in dieser Zeit holen.
FC Luzern - Matteo Di Giusto
Obschon sich auch der neue Schweizer Nationalspieler Adrian Bajrami als Glücksgriff für den FC Luzern entpuppt hat, ist die Wahl in der Leuchtenstadt klar. Matteo Di Giusto hat auf Anhieb perfekt beim FCL funktioniert. Sechs Tore und neun Assists sind eine Wahnsinnsausbeute, die der Kreativspieler in der Hinserie an den Tag gelegt hat. Damit ist Di Giusto an 42,8 % der Luzerner Tore beteiligt. Das zeigt ein Teil der Luzerner Probleme auf. Wie es Basel von Xherdan Shaqiri oder der BSC Young Boys von Christian Fassnacht ist, ist der FCL sehr abhängig von den Leistungen Di Giustos. Scort der 25-Jährige nicht, gibt es nur wenige Mitspieler, die in die Bresche springen können.
FC Zürich - Philippe Keny
Der Ruf von Milos Malenovic war spätestens am Ende seiner Zeit beim FC Zürich ordentlich angekratzt. Dabei muss man dem entlassenen Sportchef aber auch zugutehalten, dass er einige gute Transfers getätigt hat. Dazu zählt auch Philippe Keny. Der Stürmer kam im Sommer von Basaksehir Istanbul zum FC Zürich. Nach einer turbulenten Startphase, inklusive einer Roten Karte im ersten Einsatz, ist Keny in Fahrt gekommen. Vom siebten bis zum 19. Spieltag hat der Senegalese sieben Tore für den FCZ geschossen. Dazu hat der 26-Jährige noch zwei Assists beigesteuert. Nach den Abgängen von Steven Zuber und Mariano Gomez wird es in der Rückrunde für Zürich umso wichtiger, dass Keny weiterhin performt.
FC Sion - Rilind Nivokazi
Auf Anhieb hat sich Anthony Racioppi im Tor der Sittener zu einem Unterschiedsspieler aufgeschwungen. Die neue Nummer eins im Wallis wurde von uns sogar zum besten Torhüter der gesamten Hinrunde gewählt. Dennoch hat er im Kampf um den besten Neuzugang seines Vereins knapp den Kürzeren gezogen, denn von Racioppi durften gute Leistungen erwartet werden, die er aber zugegebenermassen übertroffen hat.
Weitaus tiefere Erwartungen schürte die Verpflichtung von Rilind Nivokazi. Aus Bellinzona hat Sportchef Barthelemy Constantin Nivokazi weggelockt. Der Kosovare kam mit dem Leistungsausweis von 18 Saisontoren im Unterhaus zum FC Sion. In der Vergangenheit hatten Stürmer aus der Challenge League oft Mühe, ihre Tore auch in der Super League zu schiessen. Bei Nivokazi ist das nicht der Fall. Nach der Hinrunde hat der Stürmer bereits acht Tore auf dem Konto. Wenn Rilind Nivokazi trifft, hat der FC Sion noch nie verloren. Es ist für die Walliser also zu hoffen, dass der 25-Jährige auch in der Rückrunde möglichst regelmässig seine Tore schiesst.
BSC Young Boys - Alvyn Sanches
Es spricht nicht wirklich für die Berner Sommertransfers, wenn ein Spieler hier als bester Neuzugang aufgelistet wird, der erst Ende Oktober einsatzfähig wurde. Einige Spieler wie Sergio Cordova oder Armin Gigovic wissen nicht wirklich zu überzeugen. Andere Neuzugänge wie Gregory Wüthrich oder auch Edimilson Fernandes sind immer wieder Teil eines wackelnden Defensivkonstrukts. Dazu fiel Wüthrich selbst von August bis November aus.
So bleibt am Ende Alvyn Sanches übrig. Der Neuzugang vom FC Lausanne-Sport zeigt seit seiner Genesung, weshalb er vor seinem Kreuzbandriss einer der aufregendsten Spieler der Super League war. Drei Tore und drei Assists in den letzten sechs Spielen vor der Winterpause sind eine starke Ausbeute. Kann der 22-Jährige im Winter eine gute Vorbereitung hinlegen, kann er in der Rückrunde zu einer echten dauerhaften Waffe im Berner Offensivspiel werden.
FC Basel - Flavius Daniliuc
Erst auf den letzten Drücker hat der FC Basel Flavius Daniliuc von Salernitana losreissen können. Der Transfer hat sich hingezogen, da die Italiener möglichst viel Geld für den Innenverteidiger kassieren wollten. Allerdings war der Verein in die Serie C abgestiegen und irgendwann dann auf Einnahmen angewiesen. So ist der Österreicher dann doch noch zum FC Basel gekommen - zum Glück aus rotblauer Sicht. Der Innenverteidiger besticht mit seiner Robustheit und einem tollen Stellungsspiel. Fehler macht Daniliuc kaum. Dazu hat er sein Ziel, mehr Einfluss in der Offensive zu haben, gegen Ende der Hinrunde auch noch umsetzen können. Gegen den FCSB traf Daniliuc in der Europa League und gegen den FC Luzern konnte er einen Elfmeter herausholen. Angesichts der geringen Ablösesumme, von einer kolportierten halben Million, hat der FC Basel ein Schnäppchen gemacht, denn der Österreicher gehört zu den besten Abwehrspielern dieser Liga.
FC Lugano - David von Ballmoos
Per Leihe hat sich David von Ballmoos dem FC Lugano angeschlossen. Mit diesem Transfer ist gleichzeitig ein Aufschwung bei den Tessinern zu spüren gewesen. Zuvor ging der Saisonstart bei den Bianconeri vollkommen in die Hosen. Sogar eine Entlassung des langjährigen Trainers Mattia Croci-Torti lag in der Luft. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet und der FC Lugano befindet sich auf dem aufsteigenden Ast.
Diesen Umschwung hat von Ballmoos mit eingeleitet. Er verdrängte Amir Saipi aus dem Kasten und rechtfertigte das umgehend mit guten Leistungen. Nach sieben Einsätzen verletzte sich der Neuzugang jedoch, und so ist Saipi ins Tor zurückgekehrt. Der Nationalspieler Kosovos hat sich aber sichtlich angespornt von der neuen Konkurrenz gezeigt und die Abwesenheit von Ballmoos' genutzt, um sich selbst in eine bessere Position zu bringen. Der Transfer des langjährigen YB-Spielers war also nicht nur wegen der Leistungen des Neuzugangs selbst ein absoluter Volltreffer.
FC St.Gallen - Carlo Boukhalfa
Roger Stilz hat mit Carlo Boukhalfa ein goldenes Händchen bewiesen. Ablösefrei konnten die St.Galler den Mittelfeldspieler vom Bundesligisten St. Pauli verpflichten. In der Super League angekommen, ist der Deutsche umgehend zum Taktgeber im Mittelfeld der Espen mutiert. Zweimal wurde Boukhalfa ausgewechselt, einmal fehlte der 26-Jährige gesperrt. Ansonsten hat der Neuzugang alle Spiele über die volle Distanz bestritten. Dabei beweist Boukhalfa auch eine ausgeprägte Treffsicherheit. Acht Saisontore hat der Top-Transfer auf dem Konto stehen, vier davon hat er vom Punkt erzielt. Bei Elfmetern weist Carlo Boukhalfa in der Liga noch eine perfekte Quote auf, das zeigt auch, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.
FC Thun - Michael Heule
Der Aufstiegskader beim FC Thun ist grösstenteils zusammengeblieben. Das ist auch einer der Erfolgsfaktoren beim Thuner Spiel. Ein Neuzugang hat dennoch richtig gut eingeschlagen: Linksverteidiger Michael Heule. Von Stade-Lausanne-Ouchy gekommen, hat sich Heule perfekt ins Team integriert und war von Beginn an gesetzt. Nur einmal musste Heule wegen einer Gelbsperre aussetzen. Der 24-Jährige, der im Sommer auch zu St.Gallen hätte wechseln können, überzeugt mit solider Abwehrarbeit und Nadelstichen in der Offensive. So hat der Verteidiger auch schon vier Tore für seine Kollegen auflegen können. Heule ist ein Transfer, der die gute Thuner Arbeit exemplarisch aufzeigt. Dank dieser Strategie stehen die Berner Oberländer zur Saisonhälfte an erster Stelle.