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Kim: Wertvoll als Nummer 3

kicker

Der 17. Pflichtspieleinsatz von Min-Jae Kim war sein wahrscheinlich bester in dieser Saison, sicher nach Noten. Die 1,5 des kicker verdiente sich der 29-Jährige mit einer souveränen Abwehrleistung und dem letztlich spielentscheidenden Treffer, als er eine asiatische Co-Produktion per Kopf vollendete: Aufgelegt hatte ihm Hiroki Ito, der nach seiner langen Leidenszeit im sechsten Bundesligaspiel seit seinem Comeback bereits seinen drittem Assist lieferte.

Mehr im Rampenlicht stand jedoch Kim, nicht nur wegen seiner ersten Saisontores, seinem vierten im 62. Bundesligaspiel. Bereits in der zweiten Minute bedrängte er Said El Mala vielleicht entscheidend, der Kölner Angreifer kam mit seinem Schuss nicht an Manuel Neuer vorbei. Wesentlich beeindruckender jedoch die Rettungstat in der 56. Minute, als Jakub Kaminski allein aufs Bayern-Tor zulief, Kim den Kölner jedoch einholte und sauber vom Ball trennte.

Dazu kamen 95 Prozent der Pässe an, Kim gefiel auch im Aufbauspiel. Weniger ins Gewicht fiel die ausbaufähige Zweikampfquote von 38 Prozent, zumal, wie geschildert, Kim die wichtigsten gewann. Nachdem er zum Jahresauftakt beim 8:1 gegen den VfL Wolfsburg noch mit Wadenproblemen gefehlt hatte, brachte sich der Innenverteidiger damit nachhaltig in Erinnerung. "Ein großartiger Charakter, jeder im Team mag ihn. Wenn er spielt wie heute ist es einfach nur gut, ihn im Team zu haben", lobte Serge Gnabry, dem selbst ein großartiges Tor gelungen war.

Bleibt Kim in Leipzig im Team?

Kim, der Wunschspieler aus dem Sommer 2024, war zuletzt etwas in Vergessenheit geraten. Gesetzt in der Innenverteidigung sind Dayot Upamecano und Jonathan Tah. Groß gepatzt hat Kim in dieser Saison im Gegensatz zu früher bislang nicht, als schlechteste Bewertung steht bislang eine 4 im kicker-Zeugnis. Vielmehr musste er sich nach lang anhaltenden Problemen an der Achillessehne erst wieder rankämpfen, gilt seit Saisonbeginn aber endlich als beschwerdefrei.

Aber reicht dies, um mehr als die wertvolle Nummer 3 in der Innenverteidigung zu sein? Trainer Vincent Kompany wird sicher rotieren, Kim auf seine Einsätze kommen. Und vielleicht ist er sogar am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bei RB Leipzig eine Lösung als Rechtsverteidiger, wo nach dem Muskelfaserriss von Konrad Laimer und der Kapselverletzung von Josip Stanisic plötzlich Notstand herrscht.

Im Sommer hätten die Bayern Kim verkauft, wäre ein passendes Angebot hereingeschneit und hätte der Verteidiger Lust auf eine Veränderung gehabt. Hatte er aber nicht, wie er zuletzt auch bei den traditionellen Fanclub-Besuchen der Spieler kundtat. Sein Vertrag läuft bis 2028.