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Milosevic bleibt wohl Joker - und ein klares "Ja" von Steffen

kicker

Es war der Tag nach Nikolaus, als Werder Bremen die bittere 2:3-Niederlage im Nordderby beim Hamburger SV hinnehmen musste, aber immerhin zweimal getroffen hatte. Seitdem herrscht Flaute. Am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) droht vor ausverkauftem Haus gegen Eintracht Frankfurt der bereits fünfte torlose Bundesliga-Auftritt hintereinander.

Trotzdem wird Hoffnungsträger Jovan Milosevic allem Anschein nach wie schon bei seinem Debüt in Dortmund am Dienstag (0:3) erneut eine Joker-Rolle einnehmen. "Aktuell habe ich noch das Gefühl, er ist ein guter Spieler, der reinkommt, der unseren Sturm noch mal beleben kann", erklärte Trainer Horst Steffen auf seiner Pressekonferenz am Donnerstag, ohne einen Startelfeinsatz gänzlich auszuschließen. "Es ist möglich, dass er das schaffen kann. Aber es ist nicht zwingend so, dass ich sage, das muss man unbedingt machen."

"Die Stimmung ist ärgerlich und nicht super, das stimmt"

Gegen den BVB war die VfB-Leihgabe in der 69. Minute eingewechselt worden. "Das Spiel war hart", hatte Milosevic danach erklärt. "Ich habe dennoch gute Erfahrungen gemacht und glaube, dass wir viele Dinge richtig gemacht haben." Dieser Eindruck deckt sich auch mit Steffens, der ein Auftreten gesehen hat, "bei dem die Jungs Vertrauen gespürt haben". Nun gelte es, dieses "gute Gefühl" mit ins Heimspiel gegen Frankfurt zu nehmen.

Werder ist zwar Tabellen-13. mit noch fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge, muss aber allein schon wegen der kommenden Aufgaben - Leverkusen, Hoffenheim, Gladbach, Freiburg, Bayern - aufpassen, nicht tiefer abzurutschen und die Stimmung weiter zu verdüstern. Diese sei "nach sechs Spielen ohne Sieg ärgerlich und nicht super, das stimmt", bestätigte Steffen, das gelte aber nicht für den Umgang der Spieler untereinander.

Und auf die Frage, ob er von seiner Mannschaft das komplette Vertrauen in seine Arbeit spüre, antwortete er kurz und klar: "Ja!" Um auf Nachfrage nur anzufügen: "Es ist so. Ein klares Ja, mehr gibt es nicht zu sagen. Da bin ich voller Überzeugung."

"Grundsätzlich hätte ich es auch Zetti gegönnt"

Frankfurt ist zwar auch nach dem 2:3 in Stuttgart weiter Siebter, hat aber mit 36 Gegentoren die drittmeisten nach Heidenheim (38) und Wolfsburg (37) kassiert. Eine Chance für die harmlosen Bremer, zumal auch der für den Ex-Werderaner Michael Zetterer ins Tor zurückgekehrte Kaua Santos gegen den VfB prompt patzte.

"Grundsätzlich hätte ich es auch Zetti gegönnt, dass er im Tor steht, ist ja klar, dass da noch eine Sympathie herrscht", so Steffen auf die Frage, ob man den Brasilianer vor diesem Hintergrund besonders beschäftigen müsse. "Wir wollen Abschlüsse generieren und Fehler des Torhüters erzwingen. Dafür brauchen wir Entschlossenheit in den Abschlüssen."