Der 1. FC Saarbrücken hatte nach einer Satzungsänderung im Oktober am Donnerstagabend zur Mitgliederversammlung gerufen und es kamen laut Saarbrücker Zeitung über 1700 Mitglieder.
Zunächst wurde der neue siebenköpfige Aufsichtsrat gewählt. Globus-Boss Matthias Bruch (1570 Stimmen), Unternehmer Philipp Groß (1439), Victor's-Chef Hartmut Ostermann (1367), Hager-Group-Chef Daniel Hager (1286) und Fan-Vertreter Niklas Quint (1133) schafften es im ersten Wahlgang in das Gremium. Stefan Kinn von Saarbrückens Caterer und Prof. Oliver Strauch kamen über den zweiten Wahlgang ebenfalls noch in den Aufsichtsrat.
Durch die Wahl von Ex-Präsident Ostermann in das Gremium dürfte die finanzielle Zukunft des FCS vorerst gesichert sein. Schon seit zwei Jahrzehnten unterstützt er den FCS über seine Hotelkette Victor’s als Hauptsponsor und stellt dem Klub pro Saison eine hohe Summe zur Verfügung.
Historisches um fünf Uhr morgens
Durch Probleme verzögerte sich die ohnehin lange Veranstaltung immer weiter. Barbara Haupenthal wurde weit nach Mitternacht erst um fünf Uhr morgens zur neuen Präsidentin gewählt - allerdings hatten da schon viele Mitglieder den Heimweg angetreten. Vizepräsident wurde der einzige Kandidat Manfred Binkert. Haupenthal ist die erste Präsidentin des Vereins.
Durch die Satzungsänderung im Oktober hat das neue Präsidium um Barbara Haupenthal nur noch repräsentative Aufgaben, während der Aufsichtsrat mehr Kompetenzen erhält. Vordringlichste Aufgabe wird sein, drei hauptamtliche Vorstände für die Bereiche Sport, Finanzen und Strategie, Marketing, Vertrieb zu finden.
Tags darauf hat sich der neu konstituierte Aufsichtsrat zu seiner ersten Sitzung getroffen. Dabei wurde unter anderem der Vorsitz sowie dessen Stellvertretung einstimmig gewählt. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Daniel Hager, sein Stellvertreter ist der neue alte Aufsichtsratskollege Prof. Oliver Strauch. "Das bisherige Präsidium unter Hartmut Ostermann, Prof. Dieter Weller und Salvo Pitino bleibt geschäftsführend im Amt, bis die neuen Vorstände gewählt und vertretungsberechtigt sind", heißt es in einer kurzen Mitteilung des Vereins.
Wirtschaftlich ist der Verein gesund. Die Saarländer machten in der Saison 2024/25 einen Gewinn von 47.000 Euro und verfügen über ein Eigenkapital von 653.000 Euro. Zudem spült der neue Ausrüstervertrag (Uhlsport) ab der kommenden Saison 578.000 Euro und damit mehr als das Doppelte als bisher in die Kasse.