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1860-Kapitän Jacobsen: "Wir wurden von denen vorgeführt"

kicker

"Es hat absolut alles an Mentalität und Einstellung gefehlt. Eine Halbzeit zum Vergessen." Das hat Patrick Glöckner gesagt. Allerdings nach dem 1:2 in Rostock, der ersten Niederlage der Löwen nach einem ordentlichen Saisonstart. Die Worte hätten allerdings genauso für den Auftritt der Sechziger am Samstagnachmittag gepasst, nachdem die Münchner nach einem blamablen 1:5 gegen die TSG Hoffenheim II mit gesenkten Köpfen vom Platz schlichen.

Ohne den verletzten Kapitän Jesper Verlaat, aber auch ohne Zugriff auf die variabel spielenden jungen Kraichgauer gingen die Löwen im eigenen Stadion unter und enttäuschten ihre Fans, die sich zum Wiesn-Auftakt eigentlich keinen Stimmungsdämpfer erhofft hatte.

"Schlimmer hätte es nicht kommen können", zeigte sich Glöckner nach dem rätselhaften Auftritt seines Teams am MagentaSport-Mikrofon "maximal enttäuscht". "Wir haben uns so viel vorgenommen und wollten den Fans nach der Rostock-Geschichte so viel zurückgeben." Das ist seiner Mannschaft nicht gelungen.

Vielmehr wurde sie vom Aufsteiger um die Doppeltorschützen Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Paul Hennrich vor massive Probleme gestellt. Probleme, die 1860 der TSG II bereiten wollte. "Wir haben eigentlich gesagt, dass wir die jungen Spieler der U 23 einfach nur körperlich fordern müssen", ließ Kapitän Thore Jacobsen wissen. "Wir wurden von denen dann aber vorgeführt."

"Wir haben viel zu ängstlich gespielt und waren nicht an den Leuten dran", monierte Glöckner. "Man sieht es an den Gegentoren, wie einfach die hergeschenkt wurden. Das hat mit Zweikampfverhalten wenig zu tun." Der Coach zeigte Verständnis für den Unmut und die Pfiffe der Fans, "die Art und Weise des Spiels geht einfach nicht".

Spiel verschlafen und keine Kreativität

Das unterstrich auch Jacobsen. Die Löwen hätten "das ganze Spiel verschlafen", so der erfahrene Mittelfeldspieler. Die Defensive hat ihre "Aufgaben nicht gemacht", die Offensive sei "überhaupt nicht kreativ gewesen. Wir müssen uns die nächsten Wochen auf jeden Fall deutlich straffen." Am besten schon am kommenden Samstag in Aue, das mit vier Niederlagen in Folge aber nichts zu verschenken hat.