Ein schwieriger Transfersommer neigt sich bei Alemannia Aachen dem Ende zu. Durch die späte Verpflichtung von Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi - der frühere Profi wurde erst Anfang August vorgestellt - verzögerte sich die Kaderplanung des Drittligisten.
"Wir haben noch ein paar Sachen in der Pipeline", kündigte Azzouzi unlängst in der Aachener Zeitung an. Mit Niklas Castelle und Mika Schroers konnte der 54-Jährige in den letzten Tagen schon zwei Verstärkungen vorstellen. Ein dritter Offensiv-Neuzugang ist am Freitag hinzugekommen: Lars Gindorf schließt sich von Hannover 96 für ein Jahr auf Leihbasis dem Drittligisten an.
"Lars hat einen richtig guten Weg zurückgelegt, seit er vor drei Jahren zu Hannover 96 gekommen ist. Er hat sich über die U 23 fürs Profiteam empfohlen und dort fest etabliert", sagte 96-Geschäftsführer Marcus Mann. "Vor ein paar Tagen ist er 24 geworden - er bringt schon jetzt viel mit und hat weiterhin viel Potenzial, um die nächsten Schritte zu machen."
Zuletzt kein Platz bei Titz
In Niedersachsen arbeitete sich Gindorf von der zweiten Mannschaft in den Profikader hoch, im März 2024 debütierte der gebürtige Saarländer in der 2. Bundesliga. Seitdem folgten 34 weitere Pflichtspieleinsätze (fünf Torbeteiligungen) für die Roten. An dieser Zahl hätte sich vorerst jedoch wohl nicht viel geändert.
Zwar hatte Gindorf erst im Mai seinen Vertrag in der Leinestadt verlängert, doch musste er sich zuletzt unter Neu-Trainer Christian Titz hinten anstellen. In der laufenden Saison kam der Mittelfeldspieler bislang nur einmal bei der 2. Mannschaft in der Regionalliga zum Einsatz. Deshalb folgt nun der Schritt in Liga drei nach Aachen, um Spielpraxis zu sammeln.