Anfang spielte in seiner aktiven Karriere zweimal für die Fortuna und begann hier seine Laufbahn. Etwa 17 Jahre später kehrt er nun zurück - diesmal in einer anderen Rolle: Am Freitagabend steht er erstmals als Trainer für die Fortuna an der Seitenlinie. Auch wenn er versucht, die Emotionen etwas auszublenden, um den Fokus auf den Verein zu richten, gesteht er offen: "Wenn ich ins Stadion reingehen werde, dann wird mich das bewegen."
Trotzdem macht Anfang klar, dass der Blick nicht auf ihn gerichtet sein soll, sondern auf die Mannschaft: "Dass die Jungs aufs Feld gehen, mit einem guten Gefühl und einer Überzeugung, die sie dann transportieren müssen an die Zuschauer, dass wir das Spiel gewinnen wollen."
Keine Veränderungen bei Braunschweig
Der Gegner bei Anfangs erstem Spiel wird Eintracht Braunschweig sein. Für Anfang hat Braunschweig bislang einen klaren Spielstil gezeigt - vor allem zu Beginn der Saison war die Mannschaft aus seiner Sicht damit erfolgreich. Trotz zuletzt durchwachsener Ergebnisse hebt er hervor, dass die Eintracht auch in den vergangenen Wochen gute Leistungen gezeigt habe. Als Beispiel nennt er das knappe Pokal-Aus gegen den VfB Stuttgart.
Der Trainer rechnet daher nicht mit größeren Veränderungen: "Ich glaube jetzt auch nicht, dass sie groß von ihrer Herangehensweise abweichen werden." Seine Mannschaft habe er ein Stück weit darauf vorbereitet, dennoch legt er den Fokus vor allem darauf, wie die Fortuna selbst Fußball spielen und sich präsentieren wolle. Der Gegner gebe die Aufgaben und Herausforderungen vor - und diese gelte es dann entsprechend zu bespielen.
Unter Vorgänger Daniel Thioune war Düsseldorf zuhause bisher noch nicht erfolgreich (0/1/3). Für Anfang bringt es aber nichts, darüber nachzudenken, wie man die Punkte bisher nicht geholt hat, sondern viel mehr darum, wie man sie künftig holen könne. Wie man das ändern kann, ist für ihn klar: "Du musst rausgehen, musst mutig sein, musst nach vorne spielen und musst die Inhalte konsequent umsetzen."
Kader stellt sich selbst zusammen
Der Kader stellt sich für Anfang aufgrund der Verletzten weitgehend von selbst auf. Bei Rasmussen und El Azzouzi sei er - vor allem beim Letztgenannten - positiv gestimmt, bei Rasmussen müsse man hingegen noch etwas vorsichtiger sein. Bei den Rückkehrern aus der Länderspielpause, Muslija und Itten, sehe er kein allzu großes Problem darin, dass er seine Spielidee bisher noch nicht vollständig vermitteln konnte.
Er freue sich darüber, zwei Nationalspieler im Team zu haben, und habe versucht, ihnen seine Vorstellungen hauptsächlich mithilfe von Videomaterial näherzubringen. Ihm sei klar, dass nicht alle Abläufe sofort funktionieren können - entscheidend sei für ihn, dass die Spieler alles dafür tun.