"So macht es Spaß", freute sich Leipzigs Linksverteidiger David Raum über den 1:0-Sieg in Wolfsburg und betonte, wie "schön" es sei, "diese dreckigen Siege einzufahren". Ganz anders sah die Gemütslage bei den unterlegenen Niedersachsen aus, die vor allem mit einer Szene aus der ersten Hälfte haderten.
In der 16. Minute bekam Assan Ouedraogo beim Stand von 0:1 aus VfL-Sicht einen Schuss von Kilian Fischer im eigenen Sechzehner an den abgespreizten Arm. Eigentlich ein Elfmeter, auch wenn der Kontakt nur minimal und der Ball vermutlich neben das Tor gegangen wäre. Schiedsrichter Robin Braun ließ aber nach gut sichtbarem Kontakt mit dem VAR sehr zum Unmut der Niedersachsen weiterlaufen.
"Ich kann nicht verstehen, dass jemand das nicht sieht", echauffierte sich auch Trainer Paul Simonis und zeigte sich sprach- und ratlos: "Ich weiß nicht, es ist unglaublich." Deutlichere Worte fand Maximilian Arnold. "Ach komm, über was reden wir? Meiner Meinung nach ist das ein ganz klarer Elfmeter", sagte der 31-Jährige und ergänzte: "Ich habe immer so das Gefühl, dass man das in Wolfsburg machen kann. Ich finde es nicht gut. Das verstehe ich nicht, das akzeptiere ich nicht, das finde ich auch nicht richtig."
Letztlich wird sich der VfL aber auch an die eigene Nase fassen müssen, immerhin hatte man ausreichend Gelegenheiten, um selbst zu treffen: 22:19 Torschüsse und 10:9 Chancen standen nach Abpfiff für den VfL zu Buche. In diesem Segment gibt es also bis zum kommenden Samstag (15.30 Uhr) und dem Gastspiel beim FC Augsburg ganz klar noch Raum für Verbesserungen.