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Auf Anraten von Staatspräsident Maduro: Venezuela schasst Batista

kicker

Die Aussichten, dass Venezuela seine Chance auf die Teilnahme an der WM-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko als Tabellensiebter zumindest über die interkontinentalen Play-offs würde wahren können, waren vor dem 18. und finalen Spieltag gar nicht so schlecht. Zwar konnte man nicht von einem Erfolg gegen Kolumbien ausgehen, Konkurrent Bolivien hatte aber einen Punkt weniger auf dem Konto und immerhin Brasilien vor der Brust.

Doch die Hoffnungen Venezuelas erfüllten sich nicht: Ein 1:0 der Bolivianer gegen die Selecao und die trotz zweimaliger Führung kassierte gleichzeitige 3:6-Pleite gegen Kolumbien um den vierfachen Torschützen Luis Suarez besiegelten das Aus in der WM-Qualifikation.

Maduro äußert sich unmissverständlich

"Das war eine schmerzhafte Niederlage", hatte Staatspräsident Nicolas Maduro nach der Pleite gesagt. Doch es blieb nicht bei diesem Kommentar, der autoritär regierende Machthaber legte nach. Ganz Venezuela wünsche sich "eine Umstrukturierung, eine neue Ausrichtung der Strategie, basierend auf Kampf und harter Arbeit", forderte Maduro indirekt den Fußball-Verband Venezuelas zum Handeln auf und forderte auch ganz unverhohlen eine "Neuaufstellung" des Trainerteams, obwohl politische Einflussnahme auf Verbandsentscheidungen gemäß Statuten des Fußball-Weltverbandes FIFA verboten ist.

Der Verband erwies sich als gehorsam: Am Donnerstag wurde Fernando Batista entlassen, ein Nachfolger für den Argentinier ist noch nicht benannt.

Venezuela träumt also weiter von seiner ersten WM-Teilnahme, ist es doch die einzige Nation im südamerikanischen Kontinentalverband CONMEBOL, die es nie zu einer Endrunde geschafft hat.

Dass Batista nicht als einziger seinen Job los ist - auch das klar gescheiterte Peru trennte sich von seinem Nationaltrainer Oscar Ibanez - wird für ihn sicherlich kein Trost sein.