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Ausgeglichene Bilanz: Der HSC Hannover verliert nie seinen Mut

kicker

"Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie in diese Liga gehört", sagt Vural Tasdelen. Sein Team, der HSC Hannover, hat in der aktuellen Saison der Regionalliga Nord neun Spiele absolviert. Und in der Tat: Die Bilanz als Aufsteiger kann sich durchaus sehen lassen. Drei Siege, drei Unentschieden und drei Niederlagen stehen zu Buche. "Das ist schon beeindruckend. Man muss aber auch erwähnen, dass die Mannschaft mit der Punkteausbeute nicht ganz zufrieden ist." Vor allem denkt Tasdelen dabei kurioserweise an die 0:4-Niederlage gegen den SC Weiche Flensburg 08. Eine unnötige Pleite, wie der Coach resümiert. "Da spielen wir einen dominanten Ball und gehen als klarer Verlierer vom Platz."

Aber auch beim 3:3 gegen den Aufstiegsaspiranten Kickers Emden und dem 2:2 gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen wäre laut Tasdelen mehr als jeweils nur ein Punkt drin gewesen. Gegen Emden musste der HSC in der 94. Minute noch den Ausgleich schlucken - obwohl man selbst in der 93. Minute das vermeintliche Siegtor schoss. Und auch gegen Werder Bremen II hatte der HSC ein Chancenplus, für mehr als ein Unentschieden reichte es nach 0:2-Rückstand jedoch nicht mehr.

„Wir haben durch unser Spiel und auch durch die Ergebnisse der vergangenen Wochen bewiesen, dass wir in die Regionalliga gehören.“ (Trainer Vural Tasdelen)

"Trotzdem haben wir durch unser Spiel und auch durch die Ergebnisse der vergangenen Wochen bewiesen, dass wir in die Regionalliga gehören", freut sich Tasdelen. Erstaunlicherweise drückte sich das laut dem Trainer bei der höchsten Saisonniederlage aus, einer 1:6-Klatsche gegen Spitzenreiter VfB Oldenburg. Laut Tasdelen bisher das einzige Spiel, bei dem seine Elf unterlegen war und auch verdient als Verlierer vom Platz ging. "Oldenburg spielt momentan schon in einer anderen Liga", sagt er. "Trotzdem hat sich niemand hängen lassen. Wir haben an unserem mutigen Ballbesitzspiel festgehalten und trotz des hohen Rückstandes weitergespielt."

Ebenso beeindruckend war laut Tasdelen die Reaktion auf die deutliche Niederlage: ein 4:1-Erfolg gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV. Zuvor musste der HSC nach einem Sieg im Auftaktspiel sechs Partien auf einen Dreier warten und beendete die Durststrecke beeindruckend. "Hat mich gefreut für die Mannschaft, die sich endlich belohnen konnte", sagt Tasdelen. Vier Tage später bestätigte seine Truppe die gute Form und ging gegen Altona 93 mit einem 1:0 als Sieger vom Feld.

Die Erfolge des HSC scheinen umso erstaunlicher, wenn man auf die Kaderzusammensetzungen der Konkurrenten schaut. Teams wie der SV Meppen oder die Zweitvertretungen des Hamburger SV, von Hannover 96 und Werder Bremen haben einen Kaderwert von mehreren Millionen Euro. In dieser Kategorie ist der HSC mit 400.000 Euro ligaweit auf dem letzten Platz, ärgerte jedoch bereits mehrere vermeintlich stärkere Mannschaften. "Wir wissen um unsere Voraussetzungen, gerade was auch finanzielle Möglichkeiten angeht", sagt Tasdelen. "Nichtsdestotrotz gehen wir unsere Aufgaben mit Demut, harter Arbeit, aber auch entschlossen und mutig an. Dazu kommt, dass wir unsere spielerischen Stärken kennen und die Mannschaft stets an sich glaubt."