Denn mit der Mannschaft von Trainer Stefan Kleineheismann trainiert das aus dem Bundesliga-Kader aussortierte Duo bereits seit Wochen. Nun sollen auch Einsätze in der 3. Liga zur Debatte stehen, wo die Hoffenheimer Zweivertretung momentan auf Platz 10 rangiert.
Hintergrund: Dennis Geiger und Mergim Berisha sollen sich dort für potenzielle neue Arbeitgeber präsentieren können. Zudem könnte in möglichen Verhandlungen das Thema "Spielpraxis" aufkommen und so klar beantwortet werden, wenngleich das Niveau natürlich deutlich niedriger ist als in der Beletage.
Grillitsch fand einen neuen Klub, die beiden anderen noch nicht
Eine Rückkehr in die erste Mannschaft galt zuletzt als ausgeschlossen, alleine schon aufgrund der Kaderdichte im Team von Trainer Christian Ilzer, zumal die TSG Hoffenheim sportlich ordentlich dasteht. Wobei auch klar ist: Die nächsten beiden Partien beim FC St. Pauli und gegen den 1. FC Heidenheim werden richtungsweisend sein.
Sportgeschäftsführer Andreas Schicker und Ilzer hatten neben Florian Grillitsch sowohl Geiger als auch Berisha ausgemustert. Grillitsch fand mit Sporting Braga einen neuen Klub, die anderen beiden nicht. Berisha war einst für die enorme Ablöse von 14 Millionen Euro vom FC Augsburg gekommen, fasste aber nach einem Kreuzbandriss und einem Disput mit Ex-Trainer Pellegrino Matarazzo nie Fuß im Kraichgau.
Geiger hinterfragte die Kaderpolitik und erntete scharfe Kritik
Anders sieht es bei Geiger aus. Der 27-Jährige galt als Eigengewächs einst als Paradebeispiel für den Hoffenheimer Weg, sich seine Stars selbst zu entwickeln. 2023 stand der Sechser vor einem ablösefreien Wechsel zu Eintracht Frankfurt, verlängerte aber dann doch noch bis 2027 bei der TSG, auch weil der nach wie vor mächtige Klubpatron Dietmar Hopp Geiger mitüberzeugt haben soll von einem Verbleib.
Pikant: Der ehemalige Kapitän der deutschen U 21 hatte im Februar nach einem 0:4 gegen den 1. FC Union die Kaderpolitik in Frage gestellt - und war dafür wiederum von Dr. Markus Schütz, dem Vorsitzenden der TSG-Geschäftsführung, scharf kritisiert worden, auch intern schlugen Geigers Worte ziemliche Wellen.
Dass Geigers Ausbootung eine Replik darauf sei, davon will man im Klub nichts wissen. Man verweist auf seine Verletzungsanfälligkeit in den vergangenen Jahren sowie den angestrebten Umbruch. Der auf der Sechserposition mit den Einkäufen von Leon Avdullahu und Wouter Burger augenscheinlich ist. Die Frage ist, ob am Ende alle Beteiligten vernünftig aus der Sache herauskommen - schließlich dürften die Marktwerte der bis 2027 gebundenen (und entsprechend so lange auch zu entlohnenden) Profis massiv gesunken sein.