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Austria liebäugelt mit Sensation: "War selten so stolz auf ein Team"

kicker

Diese Ausgangsposition kann sich sehen lassen: Mit dem 0:0 beim französischen Spitzenklub Paris FC hielt sich die Wiener Austria am Donnerstagabend alle Möglichkeiten auf den Einzug in die Ligaphase der Frauen-Champions-League offen. "Wir haben es defensiv ganz stark gelöst und hätten in der Offensie vielleicht sogar die eine oder andere Umschaltsituation besser lösen können, aber wenn du am Ende des Tages gegen Paris FC zu Null spielst, dann war es eine großartige Leistung und wir sind heute natürlich überglücklich", erklärte Trainer Stefan Kenesei in einer Aussendung der Veilchen.

Zudem hatte die Austria vor allem in der ersten Hälfte mehrmals das Glück auf ihrer Seite, als die Gastgeberinnen einige Chancen ungenutzt ließen. Kurz vor der Pause trafen sowohl Deja Davis als auch Clara Mateo nur die Latte. "Man hat heute von der ersten Minute an gesehen, welche Qualität Paris auf den Platz bringt, das Niveau ist unglaublich hoch", sagte Torhüterin Jasmin Pal. "Wir haben es aber wirklich sehr gut gemacht, jede hat für jede gekämpft, ist ans Limit und darüber hinaus gegangen - egal ob die Abwehrkette, das Mittelfeld oder die Offensivspielerinnen. Ich glaube, ich war selten so stolz auf ein Team wie auf dieses hier heute in Paris."

Pal in dieser Saison weiterhin ohne Gegentor

Durch das torlose Unentschieden in Frankreichs Hauptstadt setzte Pal eine beeindruckende Serie fort: In den bisherigen sieben Saisonspielen kassierte die 29-Jährige noch kein einziges Gegentor. "Für mich als Torhüterin ist ein weiteres Spiel zu Null natürlich obendrauf großartig, vor allem gegen so ein Team und in diesem Bewerb", meinte der Sommer-Neuzugang aus Köln. Nicht mehr als eine Randnotiz war das Ende der eigenen Siegesserie nach zuvor sechs vollen Erfolgen en suite.

„Es wird in Wien natürlich kein Prozent leichter. Paris bleibt der absolute Favorit.“ (Stefan Kenesei)

"Es herrscht eine richtig gute Mentalität und eine unglaubliche Leidenschaft in unserem Spiel. Das pusht uns einfach jede Minute", umriss Kenesei die Stärken seines Teams. Das soll Paris auch am kommenden Donnerstag (19.45 Uhr) im heimischen Franz-Horr-Stadion zu spüren bekommen. Der Matchplan wird laut Kapitänin Carina Wenninger dabei ähnlich aussehen wie im Stade Jean-Bouin: "Wir brauchen auch im Rückspiel in Wien wieder eine mindestens genauso gute Defensivleistung, da dürfen wir um kein Prozent nachlassen. Nach vorne werden wir natürlich versuchen, den einen oder anderen Nadelstich mehr zu setzen und im Idealfall einen Treffer zu erzielen."

"Es wird in Wien natürlich kein Prozent leichter. Paris bleibt der absolute Favorit, aber ich denke schon, dass wir bei uns im Franz-Horr-Stadion mit unseren Fans im Rücken vielleicht noch etwas aus uns herausholen können", begab sich Kenesei nach dem überraschenden Remis rasch wieder in die Rolle des Underdogs. Um dann doch noch eine kleine Kampfansage folgen zu lassen: "Im Fußball ist alles möglich, jedes Team kann seine eigenen Geschichten und Märchen schreiben und genau das werden wir am Donnerstag versuchen."

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