Die Vorbereitung lief für Union Berlin nicht nach Plan. Das sagen zumindest die Testspielergebnisse aus. Vier Pleiten am Stück hat die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart kassiert. Und dennoch betonte der 53-Jährige: "Die Stimmung hat damit nichts zu tun. Wir konnten aus den Spielen viel herausziehen, was die Entwicklung der Mannschaft angeht."
Aus Fehlern lernt man bekanntlich. Ob die Mannschaft nun eine Leistungssteigerung zeigen wird, dürfte dann am Freitag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) beim Pokalauftakt in Gütersloh ersichtlich werden. Dann gastiert der Bundesligist beim Regionalligisten. "Wir fahren mit großer Euphorie und Enthusiasmus dahin", erklärte Baumgart.
Der FC Gütersloh steht nach drei Spielen mit sechs Zählern auf Rang fünf in der Regionalliga West. Baumgart beschrieb den kommenden Kontrahenten als "robust. Sie haben einen klaren Fußballstil, der nach vorne gerichtet ist". Das zeigt die Vorsaison. In der zurückliegenden Saison landete Gütersloh hinter dem MSV Duisburg auf Platz zwei, erzielte dabei die meisten Treffer (68 Tore) aller Teams.
"Sie haben sich die letzten Jahre gut entwickelt. Aber wir sind der Bundesligist. Das muss zu sehen sein", so Baumgart weiter, der sich laut eigener Aussage auf noch kein System festgelegt hat. "Es gibt die Überlegung, mit zwei oder drei Angreifern vorne zu beginnen." Klar ist aber dagegen, dass Diogo Leite, der zuletzt leicht angeschlagen passen musste, nicht von Beginn an spielen wird. "Tom (Rothe, Anm. Red.) wird starten, wenn er denn gesund ist. Aber davon gehen mir mal aus", sagte Baumgart.
Der gebürtige Rostocker hält viel vom DFB-Pokal, wie er erklärte: "Wie jede Berliner Mannschaft würden wir hier auch mal gerne das Pokalfinale bestreiten. Ich finde den Pokal affengeil. Mein Ziel ist es, im Finale mal unten an der Seitenlinie zu stehen." Die erste Hürde dafür muss Union am Freitag in Gütersloh nehmen. Bei einem erfolgreichen Ausgang dürfte Baumgart zumindest erstmal weiter träumen.