Durch das Scheitern Eintracht Frankfurts in der Qualifikation gehen in dieser Saison erneut nur zwei deutsche Teams in der Champions League an den Start: Neben Meister Bayern München ist auch der VfL Wolfsburg, Champions-League-Sieger von 2013/14, für das Turnier qualifiziert. Am Freitag fand die Auslosung für das Turnier statt, das erstmals in seiner Geschichte mittels einer Ligaphase das Teilnehmerfeld an der K.-o.-Phase ermittelt.
Mit 18 statt 16 Teilnehmern geht die Königsklasse in diesem Jahr in eine neue Runde, wobei sich jedes Team nicht wie zuvor üblich je zweimal mit drei Kontrahenten misst, sondern fortan sechs Duelle mit sechs unterschiedlichen Mannschaften anstehen. Die Ergebnisse aller 18 Teilnehmer landen in einer Liga-Tabelle, die schlussendlich über das Weiterkommen entscheidet: Die ersten vier Teams erreichen auf direktem Wege die Viertelfinals, zwischen den Teams von Platz fünf bis zwölf werden Play-offs ausgetragen - die Teams vom 13. bis zum 18. Platz scheiden nach der Ligaphase aus.
Bayern spielt gegen beide Vorjahres-Finalisten
Beide Bundesliga-Vertreter, die im Vorjahr im Viertelfinale scheiterten, erwischten bei der Auslosung nun schwere Lose, obwohl beide im ersten Lostopf einsortiert waren: Aus jedem der drei Töpfe wurden je zwei Teams zugelost. Die Münchnerinnen treffen sowohl in einem Heimspiel auf den amtierenden Titelträger FC Arsenal als auch auswärts den im Finale unterlegenen FC Barcelona. Die weiteren Gegner: der italienische Meister Juventus (H), der französische Vizemeister Paris St. Germain (A), Valerenga Oslo (H) sowie Atletico Madrid (A).
Für den VfL Wolfsburg geht es zuhause gegen den englischen Meister Chelsea und auswärts gegen den Champions-League-Rekordsieger aus Lyon um Ex-Spielerin Jule Brand, außerdem gehören ebenfalls Paris St. Germain (H) und Valerenga Oslo (A) sowie der spanische Vizemeister Real Madrid (A) mit Merle Frohms und Manchester United (H) zu den Gegnern der Niedersachsen.
Barcala: "Gegner werden uns sehr viel abverlangen"
"Wir haben eine sehr spannende Gruppe bekommen und können uns auf absolute Topspiele freuen", erklärt Bayern-Trainer José Barcala auf der Klubwebseite. "Unsere Gegner werden uns sehr viel abverlangen und darum geht es in diesem Wettbewerb: sich mit den besten Mannschaften Europas zu messen. Wir haben in den anstehenden CL-Spielen nun die Gelegenheit zu zeigen, das wir zu diesen Topteams gehören und auf diesem Level konkurrenzfähig sind."
Die zeitgenaue Ansetzung der Partien erfolgt am Samstag.