In der aktuellen Zeit kommt es kaum noch vor, dass ein Transfer nicht vor Veröffentlichung ans Licht kommt. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel. So im Fall von Luuk de Jong, der am Sonntag urplötzlich im Trikot des FC Porto auftauchte. Bei der offiziellen Mannschaftspräsentation im vollbesetzten Estadio do Dragao.
Da staunten nicht nur die Porto-Fans nicht schlecht, ehe sie ihren Neuzugang mit großem Applaus empfingen. De Jong, der einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Spielzeit unterzeichnete, war in den vergangenen Tagen vor allem mit zwei Klubs in Verbindung gebracht worden: Al-Ettifaq aus Saudi-Arabien und der Fiorentina aus der Serie A. Doch den Zuschlag erhielt Porto um dessen Präsident André Villas-Boas.
Trainiert wird de Jong künftig von einem, dem er zuletzt einen sportlichen "Stich" verpasst hatte: Mit der PSV Eindhoven hatte der 34-Jährige zum sechsten Mal die niederländische Meisterschaft gewonnen - und das lange führende Ajax Amsterdam auf der Ziellinie ausgebremst.
In der Folge war Francesco Farioli beurlaubt worden. Schon am 6. Juli heuerte dieser aber in Porto an, wo ihm Villas-Boas das Vertrauen aussprach und ihn mit einem Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2027 ausstattete.
Liefert de Jong auch in Porto?
Nun soll Farioli den stolzen portugiesischen Klub zurück an die nationale Spitze führen, letztmals wurde 2021/22 die Meisterschaft gefeiert. Helfen sollen auch die Tore de Jongs. Dieser kommt mit der Empfehlung von 192 Toren in 337 Eredivisie-Einsätzen, in der vergangenen Spielzeit waren es derer 14 und acht Assists in 31 Liga-Spielen.
In der Sturmzentrale konkurriert de Jong ab sofort mit dem ehemaligen Atletico-Angreifer Samu, dem 21-jährigen Deniz Gül und Danny Namaso. Viel Zeit zur Integration bleibt der neuen Nummer 26 übrigens nicht, schon am nächsten Samstag (21.30 Uhr) startet Porto gegen Guimaraes die Titel-Mission in Portugal.