Die letzten Einsatzminuten liegen schon wieder ziemlich lange zurück. Anfang Dezember vergangenen Jahres wurde Florian Kainz beim 1:1 des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli in der 82. Minute eingewechselt. Seitdem stand der Österreicher nicht mehr für den Aufsteiger auf dem Feld - und fehlte beim 2:2 in Heidenheim sogar ebenso komplett im Kader wie zuletzt beim 1:2 in Freiburg.
240 Minuten stand Kainz in dieser Saison für den FC auf dem Platz, dabei aber nur zweimal in der Startelf. Beim 4:1 gegen den Hamburger SV glänzte er als Einfädler des Führungstreffers und Schütze des 2:0 per direktem Freistoß (kicker-Note 1,5). Im darauffolgenden 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach musste er dann wieder zur Pause in der Kabine bleiben (kicker-Note 4,5).
Gespräche sind fürs Frühjahr angedacht
So wichtig wie einst ist Kainz lange nicht mehr: Der 33-Jährige spielt seine achte Saison für die Geißböcke, nachdem er im Winter 2019 aus Bremen ins Rheinland kam. War Kainz fit, führte um ihn meist kein Weg herum, als Kapitän übernahm der flexible Spielgestalter auch abseits des Rasens Verantwortung. Doch schon in der vergangenen Zweitliga-Saison war der Techniker nicht mehr unumstritten, wurde als Spielführer vom inzwischen ebenfalls abgelösten Timo Hübers ersetzt. Unter Trainer Lukas Kwasniok ist Kainz nun nur noch Reservist - wenn überhaupt.
Alle Zeichen deuten darauf hin, dass seine Zeit im Kölner Profikader im Sommer endet. Dann läuft Kainz' Vertrag ohnehin aus. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler wird das Team erneut verjüngen - ganz besonders im defensiven Mittelfeld, wohin der ehemalige Flügelspieler Kainz mangels Tempo in der Vergangenheit immer häufiger versetzt wurde. Für den Österreicher dürfte dann kein Platz mehr sein. Gespräche über die Zukunft des verdienten und geschätzten Routiniers sollen im Frühjahr stattfinden. Dann dürfte klar werden, ob es in Köln womöglich in einer anderen Rolle weitergeht - oder es Kainz anderswo hin verschlägt.