Die Torquote kann sich sehen lassen: Zwei Tore bei erst 20 Minuten Einsatzzeit in dieser Saison entsprechen einer Quote von zehn Minuten pro Tor. Das Problem für Marin Ljubicic ist der minimale Bewertungszeitraum, sodass sein Klub sich entschied, den Stürmer für die Rückrunde zu verleihen. Mit Fortuna Düsseldorf, das mit erst 17 Toren die schlechteste Offensive der 2. Bundesliga stellt, hat sich kurz vor Toreschluss des Transferfensters nun noch ein dankbarer Abnehmer gefunden: Ljubicic wird bis Sommer an den Rhein ausgeliehen, eine Kaufoption vereinbarten die Klubs nicht.
"Mit Marin gewinnen wir einen polyvalenten Offensivspieler, der sowohl selbst torgefährlich ist als auch Chancen für andere vorbereitet", sagte Düsseldorfs Vorstand Sport Sven Mislintat. Ljubicic bezeichnete die Gespräche mit der Fortuna als "sehr klar und ehrlich - das hat mir sofort ein gutes Gefühl gegeben. Ich freue mich auf die Zeit hier in Düsseldorf, will mich schnell einbringen und der Mannschaft mit meinen Qualitäten helfen."
Erst im vergangenen Winter hatten die Eisernen Ljubicic für 4,5 Millionen Euro vom Linzer ASK losgeeist. Auf sein vielversprechendes Debüt in Hoffenheim (4:0) mit einem Tor und einem Assist folgte eine Flaute. In den weiteren zwölf Einsätzen - meist von der Bank - in der Rückrunde gelang dem Kroaten kein Scorer-Punkt mehr. In der Stürmer-Hierarchie im Team von Steffen Baumgart war Ljubicic nach der Verpflichtung von Ilyas Ansah und Oliver Burke seit Sommer nur noch die Nummer 5.
Zwei Treffer in zwei Kurzeinsätzen
So dauerte bis zum 15. Spieltag, ehe der 23-Jährige das erste Mal in dieser Saison Bundesliga-Luft schnuppern durfte - und rettete den Berlinern prompt einen Punkt gegen Mainz. Das Kunststück wiederholte er im darauffolgenden Spiel in Augsburg (1:1), ehe er zuletzt gegen den BVB gar nicht mehr in Baumgarts Kader auftauchte.
Die Fortuna erhofft sich vor allem Treffsicherheit, die bislang - mit Ausnahme von Cedric Itten - kein Düsseldorfer nachhaltig unter Beweis stellte. Ljubicic wird allerdings erst nach dem schweren Heimspiel am Sonntag gegen den SC Paderborn (13 Uhr, LIVE! bei kicker) zur Mannschaft stoßen. Zunächst muss der Stürmer noch eine kleine Oberschenkelverletzung auskurieren. Sein künftiger Trainer Markus Anfang sagte auf der Pressekonferenz vor dem Paderborn-Spiel dazu: "Ich habe gehört, dass er Themen im Oberschenkel hat. Wir werden eine Bestandsaufnahme machen und gucken, dass er uns sehr zeitnah zur Verfügung steht."