Mit den Mittelfeldspielern Doni Arifi von Kuopion PS, Aiman Dardari vom FC Augsburg und Paul Will vom SV Darmstadt 98 hat die SpVgg Greuther Fürth die Zentrale beziehungsweise die Offensive schon für den Abstiegskampf aufgemöbelt, nun hat die Schießbude der Liga mit 46 Gegentoren aus 19 Spielen auch in der Abwehr nachgelegt: Jan Elvedi kommt, der kicker hatte exklusiv über den bevorstehenden Wechsel schon am Montag berichtet.
Elvedi bringt reichlich Erfahrung mit nach Fürth, schließlich stand er in 160 Zweitliga-Partien für Jahn Regensburg und zuletzt für den FCK auf dem Platz. Auf die Routine des Innenverteidigers baut auch Kleeblatt-Sportdirektor Stephan Fürstner: "Jan ist ein sehr erfahrener Spieler mit viel Mentalität und der Gier, Zweikämpfe gewinnen zu wollen. Er übernimmt Verantwortung und ist klar in seiner Kommunikation. Diese Fähigkeiten sind die Basis in unserer Situation."
Viel Präsenz und extrem griffig
Das sieht auch SpVgg-Trainer Heiko Vogel so: "Jan zeigt sehr viel Präsenz auf dem Platz, ist extrem griffig im Zweikampf und hat ein gutes Gespür für die Boxverteidigung. Er hat einen starken Charakter, von dem das Team nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz profitieren kann."
Elvedi kam in der laufenden Saison zwar zwölfmal zum Einsatz, seinen Stammplatz bei den Roten Teufeln hat er aber schon seit längerer Zeit eingebüßt. In den vergangenen vier Partien kam er gar nicht mehr zum Zuge - obwohl mit Ji-Soo Kim ein Innenverteidiger in Kaiserslauterns Dreierkette seit Wochen verletzt fehlt. Spätestens die Verpflichtung des in der Winterpause geholten Atanas Chernev, der beim 2:2 auf Schalke direkt begann, diente als finaler Fingerzeig, dass Elvedi im Kampf um einen Platz in der Startelf kaum noch Aussichten hat. Nun folgt der Wechsel.
Elvedi trug seit 2023 das FCK-Trikot und war zwei Spielzeiten Stammspieler. Mit den Pfälzern stieß er 2024 bis ins DFB-Pokalfinale vor und erzielte auf dem Weg dorthin auch ein Tor. Vor seiner Zeit in der Pfalz lief der Zwillingsbruder von Mönchengladbachs Nico Elvedi unter anderem für Jahn Regensburg auf, stieg mit dem SSV aber vor drei Jahren in die 3. Liga ab. In seiner Heimat spielte der gebürtige Züricher für seinen Ausbildungsklub Winterthur, in Cham, Wohlen und Kriens.
Wiedersehen mit dem FCK in zwei Wochen
"Uns ist allen bewusst, welche Aufgabe auf uns wartet, und ich weiß, dass wir das nur alle gemeinsam als Team angehen können", erklärte Elvedi nach seinem Wechsel nach Fürth. "Ich möchte meine Erfahrung einbringen und Verantwortung übernehmen, um dem Team bestmöglich zu helfen. Ich kenne natürlich schon einige Spieler aus der Liga, deshalb weiß ich, welche Qualität die Mannschaft hat. Ich werde alles reinwerfen, um mit den Jungs daran zu arbeiten, die restliche Rückrunde bestmöglich anzugehen."
Zum direkten Wiedersehen mit dem FCK kann es schon bald kommen. Am 14. Februar gastiert das Kleeblatt im Fritz-Walter-Stadion - vielleicht dann mit Elvedi in der Startelf.