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Berger: "Ich habe mich nicht verunsichern lassen"

kicker

Aus Zürich berichtet Gunnar Meggers

An Selbstbewusstsein mangelt es ihr nicht. Verunsicherung? "Nein, ich habe mich nicht verunsichern lassen", beteuerte Ann-Katrin Berger nach der 1:4-Niederlage am Samstagabend gegen Schweden. "Von was denn auch?"

Zwei oder drei Bälle will sich die deutsche Nummer 1 im Nachgang noch mal ansehen. "Einige Bälle würde ich auch wieder so spielen. Mein Eindruck war es nicht, dass ich mehrere Fehler gemacht habe", sagte die 34-Jährige am späten Samstagabend in Zürich.

Nach dem zweiten Gruppenspiel am Dienstag gegen Dänemark hatte sich Bundestrainer Christian Wück auf kicker-Nachfrage zur riskanten Spielweise seiner Torhüterin geäußert und damit für viel Aufsehen gesorgt. "Wir müssen andere Lösungen finden, sonst werde ich nicht alt", sagte der 52-Jährige in Basel.

Berger begann am Samstag gegen Schweden konzentriert und mit weniger Risiko. Zwei vermeidbare Fehler im Spielaufbau landeten jedoch in den Füßen von Johanna Rytting Kaneryd (30.) sowie Kosovare Asllani (39.) und führten zu schwedischen Chancen. "Ann-Katrin war definitiv nicht verunsichert, vor allem nicht von der Diskussion, die in der Öffentlichkeit losgetreten wurde", betonte Wück, der mit seinen Äußerungen selbst dafür gesorgt hatte, dass seine Nummer 1 zum öffentlichen Thema wurde.

"Schweden hat seine Hausaufgaben gemacht"

Bis zur Niederlage gegen Schweden spielte Berger fehlerfrei - aber eben auch mit sehr viel Risiko - Wück: "Wir haben direkt nach dem Spiel gegen Dänemark gesprochen. Von daher war es nie ein Thema für uns. Die Abwehrprobleme, die wir hatten, sind aufgrund der schwedischen Spielweise entstanden."

Auch Berger sah im Züricher Letzigrund einen guten Gegner: "Schweden hat seine Hausaufgaben gemacht. Gegen sie so lange in Unterzahl zu spielen, ist auf jeden Fall eine harte Kiste." Und die Torhüterin ergänzte: "Nach der Roten Karte gegen Carlotta Wamser haben wir nicht schnell genug ins Spiel zurückgefunden. In der zweiten Halbzeit haben wir es aber richtig gut gespielt, wenn man bedenkt, dass wir nur noch zu zehnt waren. Wir haben nur nicht unsere Chancen genutzt."

Berger sprach auch von "kleinen Fehlern, die uns im Viertelfinale nicht passieren dürfen". Aber: "Ich bin froh, dass es jetzt passiert ist und nicht im Viertelfinale."

Bis zum Start der K.-o.-Phase hat das DFB-Team eine ungewöhnlich lange Pause und muss erst am kommenden Samstag (21 Uhr) in Basel gegen den Sieger der Gruppe D antreten.