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Botschaft an Schröder? Stöger bremst den Hype um Rapid

kicker

Für Fußball-Feinschmecker war das Spiel zwischen dem GAK und Rapid wahrlich nichts. Doch das wäre den Hütteldorfern wohl ziemlich egal gewesen, hätte die frühe 1:0-Führung durch Janis Antiste bis Spielende Bestand gehabt. Lange Zeit deutete auch alles auf den nächsten glanzlosen Sieg des Tabellenführers hin - bis Schiedsrichter Harald Lechner in der Nachspielzeit auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der 43-Jährige hatte am VAR-Bildschirm bei einem Duell zwischen Jacob Italiano und Marco Tilio ein Foulspiel des Rapid-Profis ausgemacht.

"Glücklich für uns", kommentierte GAK-Kapitän Daniel Maderner die Entscheidung des Schiedsrichters im Sky-Interview mit einem vielsagenden Lächeln. Nichts mit Glück hatte dann der Strafstoß selbst zu tun, verwandelte der 29-Jährige diesen doch hochsouverän im rechten Eck. "Das war natürlich nicht die einfachste Geschichte. Der geht nicht von alleine rein", meinte Maderner, der in der Vorwoche bei der 0:3-Pleite bei Blau-Weiß Linz noch an Viktor Baier gescheitert war.

Nach der inferioren Leistung in Oberösterreichs Landeshauptstadt und einer turbulenten Woche inklusive des Rücktritts von Sportchef Didi Elsneg legte das Schlusslicht gegen den Tabellenführer eine beeindruckende Leistungssteigerung hin. "Ich glaube, es wäre sogar mehr als ein Punkt drin gewesen", war Tobias Koch trotz des späten Ausgleichs nicht hundertprozentig zufrieden. Den Elfmeterpfiff bezeichnete der defensive Mittelfeldspieler als "sehr hart".

Weiterhin "alles okay" bei Rapid

"Es ist, wie es ist. Ich kann es eh nicht mehr verändern", ließ sich Rapid-Trainer Peter Stöger nach dem Schlusspfiff zu keiner Kritik an Lechner hinreißen. Vielmehr haderte der 59-Jährige zwischen den Zeilen mit der überzogenen Erwartungshaltung an sein Team: "Wir werden wie eine Mannschaft gehandelt, die durch die Liga durchmarschiert - mit dem besten Kader, den die österreichische Liga jemals gesehen hat." Eine Botschaft an Salzburg-Sportchef Rouven Schröder, der Rapids Kader vor dem Spitzenspiel gegen Sturm (0:2) als den aktuell besten des Landes ausgemacht hatte?

Stöger, der seine Spieler nach dem wenig überzeugenden Auftritt beim 2:1-Cuperfolg in Oberwart noch durchaus scharf kritisiert hatte, brach nach dem 1:1 in Graz jedenfalls verbal "eine Lanze" für sie: "Wir haben einiges zu tun, die 'Buam' sind super." Demnach sei nach wie vor "alles okay". Ein Blick auf die Tabelle lässt bei fünf Punkten Vorsprung auf Meister Sturm, der noch ein Nachtragsspiel in der Hinterhand hat, wohl auch kaum einen anderen Schluss zu.