Wie der SVW am Sonntag mitteilte, wurde Dikeni Salifou fest an den belgischen Erstligisten KV Mechelen abgegeben. In Belgien konnten die Vereine - anders als in Deutschland, wo das Transferfenster bereits am vergangenen Montag endete - noch bis zum Samstag Änderungen an ihren Kadern vornehmen.
In Mechelen unterschrieb Salifou einen Vertrag über drei Jahre bis Juni 2028, der Kontrakt beinhaltet auch eine Option auf eine weitere Spielzeit. "Mechelen ist ein Klub mit viel Tradition und einer großen Fangemeinde", wird Salifou auf der KV-Website zitiert. "Ich denke, dass es der beste Schritt für meine Karriere ist und freue mich schon darauf, das gelb-rote Trikot zu tragen."
Salifou kam im Sommer 2022 vom FC Augsburg nach Bremen, der Durchbruch an der Weser blieb ihm aber verwehrt. In seiner Premierensaison feierte er zwar sein Bundesliga-Debüt im Werder-Trikot, als er am 19. Spieltag beim 2:0-Sieg in Stuttgart kurz vor dem Abpfiff eingewechselt worden war. Dabei blieb es aber, weitere Minuten kamen nicht mehr hinzu. In der Saison 2023/24 wurde er deshalb an die U 23 von Juventus Turin verliehen, die vergangene Spielzeit verbrachte er auf Leihbasis bei Austria Klagenfurt. Nun bricht er seine Zelte in Bremen endgültig ab.
"Gemeinsame Entscheidung" für den Wechsel
"Nachdem die Leihe in Österreich für Dikeni gut verlaufen ist, konnte er in den ersten Wochen bei uns nicht die Rolle einnehmen, die er sich erhofft hat", sagte Peter Niemeyer, Leiter Profifußball. "In seinem Alter ist es wichtig, möglichst viele Spielminuten zu sammeln. Da der Konkurrenzkampf bei uns aber sehr hoch ist, konnten wir das nicht in Aussicht stellen." Deshalb sei "gemeinsam die Entscheidung getroffen worden, den Wechsel nach Mechelen umzusetzen."
In Mechelen wird der gebürtige Münchner Salifou in Lion Lauberbach und Myron van Brederode auf zwei Spieler treffen, die ebenfalls auf eine Vergangenheit im deutschen Profifußball verweisen können. "Dikeni ist ein moderner Mittelfeldspieler, der sowohl körperlich stark als auch technisch versiert ist", begrüßte KV-Sportdirektor Tom Caluwe den Neuzugang. "Er hat gezeigt, dass er viel Potenzial hat, und wir glauben, dass er bei KV Mechelen das ideale Umfeld findet, um sich weiterzuentwickeln."