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Chemie-Spieler auf unbestimmte Zeit gesperrt: NOFV greift nach Platzsturm von Halle durch

kicker

Über 12.000 Zuschauer verfolgten am Freitagabend das Traditionsduell zwischen Spitzenreiter Halle und der bis dahin punktlosen BSG Chemie Leipzig. Der überraschende erste Punktgewinn des Tabellenletzten wurde jedoch von massiven Ausschreitungen überschattet. Neben dem Einsatz von Pyrotechnik kam es nach dem Spiel zu einem Platzsturm durch einige Anhänger des HFC.

Am Dienstagnachmittag, wenige Stunden vor dem Auftakt der Englischen Woche im Nordosten, hat der NOFV erste Strafen verkündet. Auf Antrag der Spielleitung wurde ein Verfahren gegen die beteiligten Vereine eingeleitet, hieß es in einer Mitteilung.

Ein HFC-Spieler wurde mit einer Sperre von zwei Spielen und einer Geldstrafe von 750 Euro belegt.

Deutlich härter trifft es die Leipziger: Auf Seiten von Chemie wird gegen die Spieler Valon Aliji und Philipp Wendt ermittelt. Aliji wurde mit einer Vorsperre auf unbestimmte Zeit belegt. "Hintergrund ist der dringende Tatverdacht eines möglichen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit einem Zuschauer, der das Spielfeld betreten hatte", begründete der NOFV die Maßnahme.

Chemie verurteilt "Entscheidung aufs Schärfste"

Durch die Vorsperre ist der Akteur bereits vor einem Urteil zunächst für alle Spiele gesperrt. Chemie empfängt heute Abend Rot-Weiß Erfurt und darf Aliji nicht einsetzen.

Die Leutzscher verurteilten die "Entscheidung aufs Schärfste", da die Strafe ausgesprochen worden sei, "ohne das sowohl gegenüber dem Verein als auch gegenüber dem betroffenen Spieler beschrieben wird, worin genau das mögliche Fehlverhalten bestehen soll. Diese Form und Durchsetzung einer Vorverurteilung sind gerade in diesem speziellen Fall völlig unangemessen", schrieb Chemie in einer Pressemitteilung.