Das noch tor- und punktlose Schweinfurt, das unter der Woche zudem noch einen weiteren Dämpfer mit dem Aus im Landespokal in Aschaffenburg (8:9 i.E.) hatte hinnehmen müssen, schien für Ingolstadt der passende Gegner, um nach drei Unentschieden aus den ersten vier Spielen endlich den ersten Dreier einzufahren.
Doch daraus wurde nichts. "Schweinfurt entspricht nicht dem, wie sie positioniert sind“, hatte Sabrina Wittmann vor dem Spiel noch gewarnt, ihre Mannschaft aber wohl nicht richtig zugehört. Am Ende half auch eine zwischenzeitliche Führung und 20-minütige Überzahl nicht, vielmehr gelang den Schnüdeln in Unterzahl der 3:2-Siegtreffer.
"Wir sind in Überzahl und wir kriegen ein absolut billiges Standardtor", ärgerte sich Marcel Costly, der das 1:1 und das 2:1 des FCI binnen 140 Sekunden jeweils vorbereitet hatte, aber auch kurz nach der Pause eine Großchance auf das 3:1 liegengelassen hatte. Das Gegentor zum 2:3, "das kriegst du auch in der Bezirksliga so, wenn du so verteidigst", meinte der agile Mittelfeldspieler bei MagentaSport. "Bei allem Respekt, das funktioniert so nicht."
Insgesamt haben die Schanzer in der Defensive wenig funktioniert und in der Offensive auch klarste Möglichkeiten, wie die von Costly, nicht verwertet. "Wir hätten dieses Spiel auch mit 4:1 beenden können, wenn man nur unsere Chancen wieder ansieht", haderte Wittmann. "Die Klarheit, die wir in diesen Chancen haben und sie nicht machen" - die 34-Jährige konnte die mangelnde Chancenverwertung nicht fassen.
"Analytisch bleiben"
Viel Zeit, daran zu arbeiten, bleibt nicht, denn schon am Mittwoch wartet der nächste Aufsteiger, für den FCI geht es zum TSV Havelse. "Analytisch bleiben, klar bleiben, die Sachen ganz klar benennen", ist der Ansatz von Wittmann. "Wir wissen, was wir heute falsch gemacht haben. Das werden wir morgen ganz klar auf den Tisch legen. Dann geht es Richtung Havelse - und da gilt es wieder, das besser zu machen."