Fehlercode: %{errorCode}

"Das habe ich gegen Chabot selten gesehen": Hoeneß zwischen Kritik und Staunen

kicker

"Es war das erwartet schwere Spiel", stellte Chris Führich nach dem 1:1 bei DAZN fest und meinte, dass es eben ein "typisches Spiel" nach Berliner Gusto gewesen sei, mit "vielen langen Bällen, vielen Zweikämpfen und vielen zweiten Bällen". Auch gab es Lob für die Köpenicker, "die es gut gemacht" und den Schwaben damit das Leben schwer gemacht haben.

Atakan Karazor hatte zwar auch Lob für den Gegner übrig ("Die machen das auch echt gut, machen viele Bälle fest, verlängern immer wieder."), bedauerte jedoch, dass man es nicht geschafft habe, mit einem frühen Tor das Berliner Spiel "zu brechen. Wir kamen erstmal sehr gut ins Spiel, hatten Zug drin und uns Torchancen erspielt, die wir nicht genutzt haben. Dann verfängst du dich leider in so einem Spiel."

Der Kapitän zeigte sich zwar froh darüber, dass man gut verteidigt und wenig zugelassen habe, ärgerte sich aber auch über die Chancenverwertung. "Ich erhoffe mir ein bisschen mehr Konzentration beim letzten Pass und im Abschluss", so der 29-Jährige, der dann auch der von Angelo Stiller vergebenen Riesenchance in der 80. Minute nachtrauerte, denn die "hätte dem Spiel den Stecker gezogen".

"Wahrscheinlich war es keine sehr gute Leistung"

Bekanntlich kam es anders - und Trainer Sebastian Hoeneß wusste selbst nicht so recht, was er von der Partie zu halten hatte. "Wahrscheinlich war es keine sehr gute Leistung", stellte er fest, "aber es war ein Spiel gegen einen sehr ekligen Gegner." Unions Spielweise sei nunmal "sehr schwierig zu bespielen - und das haben sie in den Wochen zuvor auch schon gegen andere Teams gezeigt".

Doch auch er verwies auf die Stiller-Chance: "Wir müssen uns vorwerfen lassen ist, dass wir das Spiel nicht zumachen. Wir hatten ein Riesending von Angelo - dann wäre das Ding durch. Nach unserem eigenen Tor haben wir das Spiel nie so richtig in den Griff bekommen, weil sie uns weiterhin über ihre langen Bälle und ihre zweiten Bälle enorme Probleme bereitet haben. Wir haben die Kontrolle ein bisschen verloren."

So kam es dazu, dass die Partie bis zum Schluss auf des Messers Schneide war - und der VfB sogar von Glück reden konnte, dass er nicht ganz leer ausging. "Hinten raus müssen wir froh sein, dass wir es nicht verlieren", sagte Hoeneß mit Blick auf die Riesenchance von Woo-Yeong Jeong, die Alexander Nübel mit einer Glanztat gerade noch so vereitelte (88.).

"Wir haben zu viele Kontakte gehabt"

Eine Sache monierte der Coach dann aber explizit - und zwar, dass seine Spieler zu lange am Ball waren. "Wir haben zu viele Kontakte gehabt", stellte der 43-Jährige fest und erklärte: "Jeder hat versucht, die Lösung mit Ball am Fuß zu finden. Die Lösung muss sich aber auftun, indem du den Gegner von links nach rechts bewegst - gerade gegen so einen tiefen Block."

Und genau das habe man eben nicht geschafft, ebenso wie Andrej Ilic die Lufthoheit zu nehmen. "Ilic hat sehr viele Kopfbälle gewonnen, das habe ich gegen Jeff Chabot selten gesehen", staunte Hoeneß nicht schlecht, der dann auch klar konstatierte: "Wir müssen das 1:1 heute einfach akzeptieren."