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"Den besten Fußball der Liga spielen": Hat Steinbach das Zeug zum Titelkandidaten?

kicker

Oben mitspielen wollen, ohne klare Aufstiegsambitionen zu formulieren. Die Top-Teams ärgern wollen, ohne sich selbst in diesen Kreis zu packen. Der TSV Steinbach Haiger startet an diesem Samstag (14 Uhr) zu Hause gegen Eintracht Trier in die elfte Saison am Stück in der Regionalliga Südwest. Und hält sich mit klaren Zielvorgaben eben bedeckt.

"Natürlich wollen wir oben mitspielen", heißt es von Seiten des Trainers Hüsni Tahiri lediglich. Der Coach fügt an: "Wir wollen den Top-Teams Druck machen. Es wäre nicht glaubhaft nach Rang 4 zu sagen, dass wir Fünfter werden wollen."

Damit bezieht sich Tahiri auf das Abschneiden in der abgelaufenen Runde. In dieser hatten die Mittelhessen nach einem schwachen Saisonstart viele, womöglich auch die eigenen Anhänger, überrascht. Während zwischendurch sogar mal der Aufstieg zum Thema wurde, stellten sich am Ende Freiberg, Offenbach und besonders Hoffenheim II als zu stark heraus. Besonders einzelne, wenige Ausreißer ließen die Chance auf mehr beim TSV verpuffen.

Die Titelfavoriten und eine Spitze in Richtung Saarland

Geht es um die Aufstiegsanwärter für dieses Jahr, nannte der Steinbacher Übungsleiter in der kicker-Trainerumfrage abermals die Kickers Offenbach, den FC Homburg und vor allem den SV Sandhausen. Während er sich eine kleine Spitze in Richtung Saarland nicht verkneifen kann, ("Homburg will schon seit Jahren aufsteigen. Am Ende standen wir im Vorjahr aber wieder vor ihnen") sind die Mittelhessen nur von einem Trainer als Aufstiegsaspirant genannt worden. Kushtrim Lushtaku, Coach des SGV Freiberg, outete sich als Fan der Mannschaft von Trainer Tahiri.

Und beim Blick auf den Kader beweist der Freiberger Coach durchaus ein gutes Näschen, denn das TSV-Team hat zwar nicht die ganz großen Namen im Kader wie sie vielleicht in Offenbach oder Sandhausen zu finden sind, doch die Verantwortlichen um Geschäftsführer Sport Giuseppe Lepore und Übungsleiter Hüsni Tahiri haben ein hochspannendes Team zusammengebaut.

Vielversprechende Neuzugänge

Das wird alleine schon beim Blick auf die Marktwerte deutlich. Neu-Angreifer Maximilian Pronichev ist nun der wertvollste Spieler (200.000 Euro). Dahinter reiht sich Gwang-in Lee auf dem geteilten zweiten Rang ein. Auch Marvin Mika, Lukas Näpflein, Tjark Hildebrandt und Deniz Haimerl müssen sich mit ihrer 100.000-Euro-Bewertung nicht verstecken. Einzig der erst 21-jährige Thomas Rotfuß fällt mit seinen 25.000 Euro etwas ab.

Vor allem die Verpflichtung des aus Cottbus gekommenen Pronichev ließ vor einigen Tagen aufhorchen. Es scheint so, als hätten die Steinbacher ihre Hausaufgaben gemacht. Einige Altlasten sind gegangenen, das Gerüst ist deutlich erweitert worden. Was auch Tahiri bestätigt: "Im Vergleich zur Vorsaison ist der Kader qualitativ stärker. Wir haben uns mit den Neuzugängen deutlich verbessert."

Selbst der Abgang des 20-Tore-Manns Justin Steinkötter (1860 München) scheint so auffangbar zu sein. Auch wenn der Coach noch auf einen Neuzugang im Sturmzentrum schielt. Sollte auch das noch gelingen, könnte der TSV mehr als nur oben mitspielen. Bei einem ist sich Tahiri jetzt schon sicher: "Ich will den besten Fußball der Liga spielen."