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Der Schiedsrichter-Report: Wen die Klubs lieben, wen sie fürchten

kicker

SK Sturm Graz

"Lieblingsschiris": Bei den Grazern ist kein Schiedsrichter so gerne gesehen wie Josef Spurny. Wenn der Wiener die Sturm-Spieler zum Mittelkreis führt, wissen sie, dass sie eine Niederlage ausschließen können. Von den 13 Sturm-Spielen, die Spurny in der Bundesliga gepfiffen hat, haben die Blackys zehn gewonnen und drei remisiert. Im Schnitt konnten sie also 2,54 Punkte anschreiben. Zum Vergleich: Bei ihrem nächstbeliebtesten Schiri, Sebastian Gishamer, kam der doppelte Meister in 25 Spielen bloß auf 1,92 Punkte (14 Siege, 6 Remis, 5 Niederlagen).Zur Ehrenrettung Spurnys sei erwähnt, dass er zwölf der 13 Spiele ab der Saison 2020/21 pfiff, also seit Christian Ilzer aus den Hierländer & Co. ein Spitzenteam geformt hat. Und bis auf ein Spiel gegen Salzburg (das Sturm 3:1 gewann) waren es stets Spiele gegen Klubs aus den unteren Regionen.

"Angstschiri": In Sturms beiden Meistersaisonen war Walter Altmann jeweils bester Schiedsrichter. Dabei sind sie sonst gar nicht so kompatibel. In der abgelaufenen Saison hat der Tiroler fünf Sturm-Partien geleitet, keine davon haben die Grazer gewonnen und nur drei Punkte geholt. Nach 21 Spielen unter Altmann liegt ihr Punkteschnitt bei nur 1,43. Ähnlich mühsam punkten sie sonst nur bei Ebner und Weinberger (je 1,57).

RB Salzburg

"Lieblingsschiris": Die Salzburger holen in Altmann-Spielen um knapp einen Punkt mehr als Sturm. Mit einem Schnitt von 2,41 (13 Siege, 2 Remis, 2 Niederlagen) ist er gemeinsam mit Alexander Harkam (38 Siege, 9 Remis und 4 Niederlagen) ihr Lieblingsschiri. Alan Kijas, der bei zehn Einsätzen noch keine Salzburg-Niederlage pfiff (7 Siege, 3 Remis) liegt mit 2,40 praktisch gleichauf.

"Angstschiri": Die jahrelange Dominanz der Salzburger spiegelt sich auch in den Schiedsrichter-Statistiken wider. Nur bei einem bleiben ihnen im Durchschnitt weniger als zwei Punkte pro Spiel - bei Stefan Ebner sind es nur 1,64 (6 Siege, 5 Remis, 3 Niederlagen).

FK Austria Wien

"Lieblingsschiri": Von allen zwölf Klubs in der Bundesliga hat Christopher Jäger am öftesten Spiele der Wiener Austria gepfiffen. Das ist gut für die Violetten, erreichten sie aus den 33 Spielen (18 Siege, 5 Remis, 10 Niederlagen) doch einen Punkteschnitt von 1,79. So viel wie unter keinem anderen der arrivierten Referees. Mit Jakob Semler tauchte vor Kurzem ein neuer Liebling auf. Das Schiri-Talent feierte mit einem 4:0-Sieg der Austria gegen BW Linz sein Bundesliga-Debüt. Seither pfiff der Grazer vier weitere Spiele der Veilchen, von denen sie drei gewannen und eines remisierten - Punteschnitt also 2,60!

"Angstschiri": Wie bei Sturm ist Walter Altmann auch bei der Austria oft der Spielverderber - war er der Spielleiter, schauten für die Wiener im Schnitt nur 1,13 Punkte heraus (7 Siege, 6 Remis, 11 Niederlagen). Bei Gishamer (1,20) und Ebner (1,22) sind es nur unwesentlich mehr.

Wolfsberger AC

"Lieblingsschiris": Bei den Lavanttalern gibt es eine ganze Reihe von Schiedsrichtern, unter denen sie ähnlich gut punkten - bei Spurny und Gishamer sind es im Schnitt 1,56 Zähler, bei Ebner (1,55) und Hameter (1,52) nur knapp weniger. Florian Jäger würden sie wahrscheinlich gerne öfter sehen. Bei seinen bisherigen zwei Spielen gab es zwei Siege.

"Angstschiri": Der einzige, bei dem die Wolfsberger Punkteausbeute eklatant abfällt, ist wieder Walter Altmann. In 13 Spielen ergatterten sie nur 13 Punkte.

SK Rapid

"Lieblingsschiris": In Hütteldorf werden Schiedsrichter besonders kritisch beäugt. Nicht so Christopher Jäger. Wie beim violetten Erzrivalen sorgt er auch bei den Grün-Weißen für den besten Punkteschnitt - 2,07 lautet dieser nach 30 Spielen (19 Siege, 5 Remis, 6 Niederlagen). Bei keinem Kollegen kommt der Rekordmeister auch nur annähernd an einen 2,00er-Schnitt. Am knappsten ist man noch bei Stefan Ebner (1,86) dran.

"Angstschiri": Harkam (1,26) und Gishamer (1,28) sind die Pfeifenmänner, um die Rapid am liebsten einen großen Bogen machen würde. Besonders der Steirer Harkam war in letzter Zeit fast schon ein Garant für Negativerlebnisse. In den letzten sieben der von ihm geleiteten Spiele errangen die Hütteldorfer gerade einmal zwei Remis, in der Vorsaison gingen sogar alle vier Partien verloren. Wenn auch zwei gegen RB Salzburg. Und beim Derby können die Rapid-Fans gerne auf Julian Weinberger verzichten. Von den vier Derbys, die der Wiene pfiff, gewann die Austria drei, eines endete remis.

Blau-Weiß Linz

"Lieblingsschiris": Die Linzer haben erst zwei Bundesliga-Saisonen hinter sich, deshalb sind ihre Schiri-Statistiken noch nicht besonders aussagekräftig. Mit Arnes Talic hat sich aber schon ein Liebling herauskristallisiert - unter ihm gelangen den Blau-Weißen 2,00 Punkte pro Spiel (3-1-1). Noch ohne Niederlage sind sie, wenn Alan Kijas pfiff (1-3-0).

"Angstschiri": Erst 14 Bundesliga-Spiele hat Alain Sadikovski gepfiffen. Um mindestens drei zu viel für die Linzer - sie konnten unter seiner Pfeife noch keinen Punkt gewinnen.

LASK

"Lieblingsschiris": Josef Spurny ist ein Schiedsrichter ganz nach dem Geschmack des LASK. Nach neun Spielen unter seinem Kommando sind die Linzer immer noch unbesiegt, haben sieben Mal gewonnen und zwei Mal remisiert. Punkteschnitt: 2,56! Da verblassen sogar die 2,16 Punkte, die sie im Schnitt aus den 25 Spielen (16-6-3) unter Julian Weinberger holten.

"Angstschiri": Gerade einmal halb so viele Punkte wie unter Weinberger gibt es für den LASK, wenn Alan Kijas die Spielleitung über hat - Punkteschnitt 1,08 nach 13 Spielen (3-5-5).

TSV Hartberg

"Lieblingsschiris": Beachtliche 1,60 Punkte pro Spiel bleiben den Hartbergern, wenn Markus Hameter pfeift (was er 15 Mal gemacht hat). Noch lieber sehen die Steirer Alain Sadikovski. Nach vier Spielen lautet die Bilanz: 3 Siege, 1 Remis.

"Angstschiri": Die Highscores, die LASK und Sturm unter Josef Spurny erreichten, gehen wohl zum Teil auf Kosten der Oststeirer - er ist der einzige Schiri, bei dem sie unter einem Schnitt von 1,00 bleiben. Nämlich 0,91.

WSG Tirol

"Lieblingsschiris": Für die Mauerblümchen aus Tirol ist ein Punkteschnitt von 1,50, den sie in den Spielen mit Alexander Harkam erreichten, schon ein Ausreißer nach oben. Mit Isa Simsek darf es so weitergehen - bisher zwei Spiele, zwei Siege.

"Angstschiris": Die 0,73 Punkte, die es im Schnitt aus Weinberger-Spielen gibt (2-2-7), sind schon verdammt wenig. Aber mit der neuen Generation wird's auch nicht besser - bei Jakob Semler (0-2-4) warten die Tiroler noch auf den ersten Sieg, bei Alain Sadikovski (0-0-4) sogar auf den ersten Punkt.

Grazer AK

"Lieblingsschiri": Über die Bilanz bei Christopher Jäger (1-2-1) können sich die Rotjacken nach ihrer ersten Bundesliga-Saison seit der Rückkehr in den Profifußball nicht beschweren.

"Angstschiri": Bei dessen Bruder Florian Jäger schaut es mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen nicht so gut aus.

SCR Altach

"Lieblingsschiri": Bei der Performance der Altacher in den letzten Jahren ist es schwer einen Schiedsrichter zu finden, bei dem sie regelmäßig punkten. Am besten gelingt ihnen das noch bei Christian-Petru Ciochirca (1,33 Punkte pro Spiel). Bei Walter Altmann ist man immerhin die letzen sechs Spiele ungeschlagen (3 Siege, 3 Remis).

"Angstschiris": Bei Gishamer, Weinberger (0,88) und Kijas (0,89) punkten die Vorarlberger sogar noch unterdurchschnittlich. Mit Stefan Ebner hat's zwar gut begonnen (5-1-2 nach 8 Spielen), seit elf Spielen geht aber fast gar nichts mehr (0-5-6).

SV Ried

"Lieblingsschiri": Die Rieder dürfen bei ihrer Bundesliga-Rückkehr auf viele Spiele mit Christian-Petru Ciochirca hoffen. Der Steirer hat bisher acht Spiele der Innviertler gepfiffen, vier Mal konnte er ihnen danach zum Sieg gratulieren, vier Mal immerhin zu einem Punkt.

"Angstschiris": Christopher Jäger sollten sie nicht allzu oft zugeteilt bekommen - mit einem Punkteschnitt von 0,62 wird's schwer, die Klasse zu halten.