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Die Folgen der Fan-Vergehen: Trier fehlen rund 170.000 Euro im Etat

kicker

Unterm Strich steht ein Erfolg: Als einziger der vier Aufsteiger hat Eintracht Trier den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest geschafft. Gleichzeitig gilt es, die letzten Wochen der Saison konstruktiv-kritisch aufzuarbeiten. Die Moselaner blieben 13 Spiele in Folge sieglos und schieden zudem im Halbfinale des Rheinlandpokals beim Oberligisten Engers aus.

Mit Blick auf die neue Spielzeit tun dem Verein empfindliche (Geld-)Strafen weh. In Summe musste Trier in der zurückliegenden Saison wegen sieben sanktionierter Fan-Vergehen 71.000 Euro zahlen. Durch die beiden im Zuge des Fan-Eklats von Bahlingen verfügten Geisterspiele gegen Mainz II und Eintracht Frankfurt II gingen dem Club zudem Einnahmen von rund 100.000 Euro durch die Lappen. Diese 171.000 Euro fehlen im Etat.

Jammern keine Option

Jammern ist für die Klub-Verantwortlichen aber keine Option. Die Arbeiten an einem erneut konkurrenzfähigen Kader laufen. Mit einem Budget, das jenem der Vorsaison entspricht (und laut Vorstandsmitglied Ingo Berens bei knapp einer Million Euro liegt), aber eben nicht wie erhofft signifikant größer ist.

Aus dem aktuellen Aufgebot wird mit den meisten Spielern weitergearbeitet - dabei wurden die auslaufenden Verträge von Christopher Spang, Sven König, Jan-Lucas Dorow sowie Torwart Radomir Novakovic verlängert. Mateo Biondic, zuletzt zwei Saisons lang vom Drittligisten SC Verl ausgeliehen, wurde zudem nun fest verpflichtet. Daniel Buballa, Andreas Ivan (beide Ziel unbekannt), Linus Wimmer (FC Emmelshausen-Karbach), Ex-Kapitän Simon Maurer (führt als Routinier die zweite Eintracht-Mannschaft) sowie die Torhüter Malte Brüning (Rot-Weiss Essen) und Daniel Ternes (Torwarttrainer Rot-Weiss Wittlich) stehen nicht mehr zur Verfügung. Fragzeichen stehen noch hinter Dominik Kinscher (soll wohl bleiben) und Jason Thayaparan (denkt über ein Engagement in Asien nach).

Verstärkung auf der defensiven Außenbahn

Neu bei der Eintracht ist Frederik Rahn, der Rechtsverteidiger kommt vom Liga-Konkurrenten SGV Freiberg. Für die Linksverteidiger-Position kündigt sich die Verpflichtung des luxemburgischen Nationalspielers Fabio Lohei (20, zweite Mannschaft FC Metz) an. Personeller Bedarf besteht noch in der Innenverteidigung sowie im Tor hinter Stammkeeper Novakovic. Zudem könnte noch ein zusätzlicher Offensivakteur ein Thema werden.

On top ist die Verpflichtung des 20-jährigen Südkoreaners Ho-Joon Lee geplant. Der Abwehrspieler, der bislang an der Calvin University in Yongin City Fußball gespielt hat, kam über ein Talentprogramm nach Deutschland.

Klasen muss Effizienz verbessern

Arbeiten muss Trainer Thomas Klasen, der in seine dritte Saison bei den Moselanern geht, vor allem an der Effizienz - hinten und vorne. Die Saison-Statistiken sind in diesen Punkten frappierend. Trier hat sich als Aufsteiger ligaweit die fünftmeisten Torchancen erarbeitet und gleichzeitig unter den 18 Klubs die zweitwenigsten gegnerischen Torgelegenheiten zugelassen. Zwei andere Werte lassen diese guten Zahlen aber zur Makulatur werden: Die Eintracht brauchte ligaweit am meisten Chancen, um zu einem Torerfolg zu kommen. Und auch bei der Anfälligkeit bei gegnerischen Torchancen belegen die Moselaner den letzten Platz.