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Drei Assists und das Warten auf Nachwuchs: Cigercis besonderer Abend

kicker

Eins war vor dem Spiel Energie Cottbus gegen den VfB II klar: Wer die drei Punkte holt, kann an die Spitzengruppe der Liga andocken. Die Antwort auf dem Platz fiel mit 5:0 dann deutlich zugunsten der Lausitzer aus. Der höchste Cottbuser Sieg in einem Drittligaspiel jemals und über Nacht der Sprung auf Rang 3.

Tolcay Cigerci konnte dabei über 90 Minuten mitwirken. Das war vor dem Spiel noch nicht klar gewesen, erwartet seine Frau doch seit Tagen ein Kind. Der Begriff 'mitwirken' war beim Einfluss Cigercis auf das Ergebnis jedoch stark untertrieben. Mit drei Assists im zweiten Durchgang drückte der Spielmacher dem Spiel der Gastgeber entscheidend seinen Stempel auf und kreierte auch so immer wieder Chancen oder Umschaltmomente.

Physios halten Kontakt

Den Kontakt zu Cigercis Frau hielt über das Spiel hinweg dann aber der Staff des FCE. "Unsere Physios wissen Bescheid, meine Frau hat ihre Nummer", erklärte der 30-Jährige nach dem Spiel am Mikrofon von MagentaSport. "Und wenn was ist, ob es in der 2., der 20. oder der 70. Minute ist, kann ich sofort rausrennen."

Entschieden war die Partie beim Stand von 4:0 in der 70. Minute längst. Obwohl die spielerisch guten Gäste aus Stuttgart mehr Ballbesitz hatten, kam Energie ab Timmy Thieles Distanzschuss in der ersten Minute das ganze Spiel über zu Chancen. "Heute ging es gut auf", lobte Cigerci den Matchplan nach der Partie. "Wir wollten das Zentrum zumachen, die nach außen lenken."

Lob von Wollitz: "Sind auf einem sehr guten Weg"

Was einer aus Sicht von Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz "sehr diszipliniert und kompakt gegen den Ball" verteidigenden Mannschaft auch gelang. Immer wieder rollten Wellen von Kontern in Richtung VfB-Tor. Gut und gerne hätte Cottbus auch mehr Tore schießen können, auf der anderen Seite sich bei zwei Stuttgarter Pfostentreffern in der zweiten Hälfte aber auch nicht über einen Gegentreffer beschweren dürfen.

"Wir sind auf einem sehr guten Weg", frohlockte Wollitz trotzdem, nach nun 14 Zählern aus acht Spielen. Explizit hervorheben wollte er trotz der starken Einzelleistungen von Cigerci oder Doppeltorschütze Erik Engelhardt aber die gesamte Gruppe: "Ich glaube, dass die Mannschaft wieder anfängt, eine Geschlossenheit zu zeigen."

Cottbus vor Ost-Duell mit Hansa Rostock

Die wird es schon am Dienstag wieder brauchen, wenn Energie zum schweren wie stimmungsgeladenen Ost-Duell bei Hansa Rostock gastiert. Auch wegen seiner Vergangenheit ist Wollitz vor der Fahrt ins Ostseestadion und dem Wiedersehen mit Ex-Spieler Maximilian Krauß aber guter Dinge: "Ich habe mit Energie Cottbus gegen Rostock noch nie verloren."

Das letzte Aufeinandertreffen ist schließlich noch nicht so lange her: Durch den 3:1-Auswärtserfolg im Mai sprang Energie einen Spieltag vor Saisonende auf Rang 3 - verspielte diesen jedoch am letzten Spieltag gegen Ingolstadt wieder (1:4).