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Drochtersen nimmt Kurs auf die Spitze: "Jeder arbeitet für den anderen"

kicker

Spätestens nach dem 3:4-Erfolg im Marschweg-Stadion gegen Tabellenführer Oldenburg hat jeder die SV Drochtersen/Assel für das diesjährige Meisterrennen auf dem Zettel.

Seit Anfang September hat die Mannschaft von Trainer Oliver Ioannou 18 von 21 möglichen Punkten geholt - und sich damit weit oben in der Tabelle festgesetzt.

"Die Stimmung im Verein, in der Mannschaft und im Umfeld ist hervorragend", sagt Sportdirektor Sören Behrmann. "Der Sieg in Oldenburg hat uns besonders gefreut und viel Selbstvertrauen gegeben." Und auch im Landespokal läuft es rund: Mit zwei klaren Erfolgen gegen die Ligakonkurrenten Emden und Lohne steht D/A bereits im Halbfinale.

Das Kollektiv als Schlüssel zum Erfolg

Auf die Frage, was die Erfolgsfaktoren für diese starke Bilanz sind, sind sich Cheftrainer Ioannou, Sportdirektor Behrmann und Abwehrass Giwah einig: Das Team steht über allem. Der Coach erklärt im Gespräch mit dem kicker, dass "jeder für den anderen arbeitet, egal ob Stammspieler oder Joker". Diese Haltung mache seine Mannschaft stark.

Auch Innenverteidiger Liam Giwah bestätigt: "Wir haben viele Typen, die Verantwortung übernehmen." Die Mannschaft wisse, dass sie sich Siege nur gemeinsam erarbeiten könne. Der Defensivmann attestiert seinem Team zudem ein gewisses Wachstum im Vergleich zur letzten Spielzeit: "Auch mental haben wir da noch mal einen Schritt gemacht."

Neben dem gefestigten Team hebt Sportdirektor Behrmann die neugewonnene Qualität im Angriff hervor: "Vor allem offensiv haben wir mit den Wulff-Brüder und Aid Hamid an Durchschlagskraft gewonnen - und auch Robin Kölle sorgt über rechts für viel Schwung".

Euphorie mit Bodenhaftung

Während sich D/A an den Stammtischen bereits als feste Größe für das obere Drittel in der Regionalliga Nord etabliert hat, bleiben Mannschaft und Verein sachlich. Die Siege seien nur das "i-Tüpfelchen", so Giwah. Trotzdem hätte die jüngste Erfolgsserie zum "ohnehin schon hervorragenden Zusammenhalt" beigetragen.

Im Umfeld des Vereins, zwischen Kabine und Geschäftsstelle, ist die Begeisterung spürbar. Doch Drochtersen steht weiterhin für harte Arbeit und Mentalität. Auch deshalb mahnt Coach Ioannou zur Vorsicht: Jeder Erfolg sei "hart erarbeitet" und genau das müsse sich die Mannschaft "jeden Spieltag neu erkämpfen".

Fokussiert auf das Wesentliche

Trotz der Serie bleibt der Blick nach vorn. "Wir wollen uns so lange wie möglich oben festsetzen", sagt Behrmann. "Wir bleiben dran", fügt er hinzu. Für Ioannou zählt das Hier und Jetzt: "Wir wollen immer das nächste Spiel gewinnen und uns weiterentwickeln."

Während Präsident Rigo Gooßen die Weichen bezüglich Vereinsinfrastruktur wie Stadion und Flutlicht für die Zukunft stellt, liefert das Team Woche für Woche auf dem Platz. Was D/A derzeit zeigt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Arbeit, Zusammenhalt und klarer Haltung.