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EA Sports FC 26 im Test: Weniger ist manchmal eben mehr

DAZN

Vor allem vom Vorgängerteil, FC 25, waren viele Fans am Ende enttäuscht – doch es gibt gute Neuigkeiten. FC 26 wurde ganz nach dem Motto entwickelt: "Wir hören das Feedback der Community, sowohl ihre Wünsche als auch Kritikpunkte", erklärt James Salmon, Senior Marketing Director von EA Sports FC, gegenüber DAZN.

Für Vorbesteller der Ultimate Edition ist FC 26 seit dem 19. September spielbar, der Release der Standard Edition erfolgt am 26. September 2025. Aber wie viel vom Feedback der Spieler wurde tatsächlich umgesetzt? Wir haben die PS5-Version vorab getestet.

SPIELEA Sports FC 26
RELEASE19. September 2025 (Ultimate Edition)
26. September 2025 (Standard Edition)
PREIS(PlayStation/Xbox): 109.99€ (Ultimate Edition) | 79.99€ (Standard Edition)
LIZENZEN

20.000+ Profis, 750+ Vereine und Nationalteams, über 35 Ligen

EA FC 26 im Test: Wenig Neues bei Menü, Grafik und Spielmodi

Beim Start von FC 26 wird schnell deutlich: Das Menü erinnert stark an den direkten Vorgänger FC 25. Optische Anpassungen am Design sind kaum wahrnehmbar.

Auch in grafischer Hinsicht gibt es keine großen Fortschritte, zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich das Spiel bereits seit den letzten beiden Ausgaben diesbezüglich auf einem hohen Niveau befindet.

EA FC 26 PSG Luis EnriqueEA Sports

An Spielmodi stehen die bekannten Namen zur Auswahl: Ultimate Team, Karriere, Clubs, Anstoß, Saisons, Turniere und Online-Freundschaftsspiele.

Doch fairerweise muss man sagen: Der Fokus der Entwickler lag eindeutig auf anderen Punkten.

EA FC 26 im Test: Endlich Gameplay nach Community-Vorstellungen

EA Sports fährt mit FC 26 einen ganz neuen Ansatz und bietet den Spielern zwei verschiedene Arten von Gameplay: kompetitiv und authentisch. Auf den ersten Blick mag das nicht besonders spektakulär klingen, aber die Auswirkungen davon sind immens, weshalb Salmon von einer "massiven Überarbeitung des Gameplays" spricht.

EA FC 26 Gameplay Wettkampf vs. AuthentischEA Sports

Authentisches Gameplay wurde für die Offline-Modi Anstoß, Manager- und Spielerkarriere entwickelt. "Unser Ziel mit Authentic Gameplay ist es, ein authentisches Fußballerlebnis zu schaffen, bei dem Realismus, Strategie und Detail-Tiefe im Vordergrund stehen", so der Hersteller. "Diese Erfahrung ist speziell auf diejenigen zugeschnitten, die methodisches und weniger vorhersehbares Gameplay mögen." Das Spielerlebnis ist hier langsamer.

Das Hauptaugenmerk soll allerdings auf dem kompetitiven Gameplay liegen, welches in allen Online-Modi wie Ultimate Team, Clubs oder Saisons zum Einsatz kommt. Kompetitives Gameplay soll skill-basierter sein und sich durch erhöhte Responsivität, weniger Zufallsereignissem erhöhtes Tempo und mehr Kontrolle durch den Spieler auszeichnen – und dabei bewusst auf eine gewisse Portion Realismus verzichten.

Die wichtigsten Punkte des kompetitiven Gameplays:

  • Torhüter-Paraden landen häufiger außerhalb der Gefahrenzone und sorgen für weniger Abpraller-Tore
  • Präzise ausgeführte Zweikämpfe führen regelmäßig zu Balleroberungen (weniger Bounce Backs)
  • Abgeschwächte KI-Verteidigung
  • Weniger Autoblocks und -tacklings
  • Erhöhtes Passtempo und schnellere Reaktionszeit nach Eingabe
  • Spieler zeigen keine Reaktionsanimationen, wenn sie von einem harten Ball getroffen werden
  • Weniger authentische Animationen beim Ausweichen von Bällen für mehr Kontrolle der Spieler

"Wir haben oft gelesen, dass unseren kompetitiven Spielern das Gameplay zu authentisch ist", erklärt Salmon. "Viele wünschen sich ein schnelleres, Arcade-basiertes Spiel. Das haben wir uns zu Herzen genommen."

Deshalb konnte man bereits beim Lesen der Pitch Notes vor Release den Eindruck gewinnen, dass EA Sports in Sachen Gameplay bewusst ein bis zwei Schritte zurückgeht auf Kosten von beispielsweise Authentizität, dafür dem Spieler aber ein konstantes Gameplay-Erlebnis liefern will, bei dem der Faktor Zufall minimiert wird und damit automatisch besseres Gameplay belohnt wird.

EA FC 26 Erling Haaland Manchester CityEA Sports

Nach den ersten Stunden FC 26 kann man sagen, dass diese Idee voll und ganz aufgegangen ist. Das Gameplay fühlt sich schnell und flüssig an, Eingaben werden sofort registriert und umgesetzt und gutes beziehungsweise schlechtes Timing bei den eigenen Aktionen wird sofort belohnt oder eben bestraft.

Animationen, die FC 25 möglicherweise realistischer aussehen haben lassen, vermisst man nicht. Stattdessen erfreut man sich an der Tatsache, dass konstante Torhüter-Paraden zu einer gesunkenen Anzahl von Abpraller-Toren führen. Es mag vielleicht nicht realistisch sein, dass der Großteil der gehaltenen Bälle außerhalb der Gefahrenzone landet, für den Spielspaß ist das jedoch ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt.

EA FC 26: Neue Icons und Partnerschaft mit dem FC Bayern

FC 26 geht mit einigen neuen Lizenzen an den Start. Fans werden viele ihrer Kindheitsidole nun als Icons steuern können, denn mit Zlatan Ibrahimovic, Toni Kroos, Andres Iniesta, Oliver Kahn, Alex Morgan oder Marcelo gehen große Namen in der diesjährigen Icon-Class an den Start.

Auch der FC Bayern München ist in FC 26 wieder prominent und vollständig vertreten. Bereits im Juli verkündete der deutsche Rekordmeister eine Partnerschaft mit EA Sports, Folge davon ist neben Jamal Musiala auf dem Cover der Standard Edition auch die Rückkehr der Allianz Arena ins Spiel.

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EA FC 26 im Test: Das ist neu in Ultimate Team, Karrieremodus und Clubs

EA FC 26 im Test: Die Bewertung

Wie schon in den letzten Jahren ist der neue FC-Teil keine Revolution. Optisch erinnert das Spiel sehr stark an den Vorgänger, bei den Spielmodi gibt es keine Additionen und grafisch sind ebenfalls keine Sprünge zu erkennen.

Natürlich wurden in den einzelnen Modi wie Ultimate Team, Karriere oder Clubs kleinere, neue Features implementiert, um frischen Wind reinzubekommen, allerdings entscheiden diese am Ende nicht darüber, ob FC 26 ein guter oder enttäuschender Teil werden wird.

FC 26 muss sich letzten Endes am Gameplay messen lassen, groß waren die Versprechungen hier im Vorfeld. Und nach einigen Teststunden des kompetitiven Gameplays in Ultimate Team ist der erste Eindruck äußerst vielversprechend.

Vor allem die neuen Torhüter-Paraden und die abgeschwächte KI-Verteidigung geben einem das Gefühl, den Ausgang des Spiels selbst in der Hand zu haben. Das Passspiel wirkt in Verbindung mit dem deutlich schwierigeren Verteidigen noch etwas zu stark, doch in puncto Gameplay überwiegen die positiven Änderungen deutlich.

FC 26 macht Spaß, das ist jedenfalls der Eindruck nach den ersten Stunden. Wie so oft bleibt die Frage, inwiefern sich das Gameplay mit den ersten Updates verändert. Das Spiel wirkt schnell, flüssig und vor allem belohnend, möglich wird das durch die Einführung des Wettkampf-Gameplays, bei dem bewusst auf eine gewisse Portion Realismus verzichtet wird – manchmal ist weniger eben doch mehr.