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Ebbers ersetzt Löning in Oldenburg - wen holt der VfB noch?

kicker

Mit einem neuen Co-Trainer ist der VfB Oldenburg am Montag in die Vorbereitung gestartet. Nach drei Jahren hat der Klub sich von Frank Löning getrennt und diesen durch Marius Ebbers ersetzt. "Das ist eine Entscheidung für Marius Ebbers und keine Entscheidung gegen Frank Löning", sagt Löning im Gespräch mit dem kicker. Der 43-Jährige hätte sich allerdings erhofft, dass der Klub ihn früher über diesen Schritt informiert.

"Der Zeitpunkt kam für mich überraschend. Nach drei Jahren im Verein hätte ich mir eine Entscheidung direkt nach dem Saisonende gewünscht." Erst in der vergangenen Woche teilten der Sportliche Leiter Sebastian Schachten und Trainer Dario Fossi ihm mit, dass er keinen neuen Vertrag erhalten wird. Womöglich macht er zukünftig als Jugendtrainer beim VfB weiter. "Das", so Löning, "muss ich mir erst einmal durch den Kopf gehen lassen." Klar ist für den Ex-Profi (102 Partien in der 2. Liga für den SC Paderborn, SV Sandhausen und Erzgebirge Aue), dass er weiterhin auf hohem Niveau als Trainer arbeiten möchte. Auch eine Position als Cheftrainer kann er sich vorstellen.

Sein Nachfolger Ebbers, der in der Bundesliga 77-mal für den MSV Duisburg, den 1. FC Köln, Alemannia Aachen und den FC St. Pauli zum Einsatz kam, blickt freudig auf das neue Kapitel in Oldenburg. "Ich bin total positiv gestimmt. Inhaltlich sind wir bei vielen Dingen der gleichen Meinung. Aber nicht bei allen. Es kann produktiv sein, Themen auch mal kontrovers zu diskutieren", sagt er über seine vorangegangenen Gespräche mit Fossi. Bis zum Sommer 2024 agierte Ebbers als Co-Trainer bei Eintracht Norderstedt, nun will er mit den Oldenburgern in dieser Saison angreifen. Huub Stevens, Dieter Hecking und Holger Stanislawski seien die Trainer, die ihn in seiner Karriere am meisten geprägt haben, berichtet Ebbers. "Von diesen konnte ich mir einiges abgucken."

Gemeinsame Tage bei St. Pauli

Schachten und Ebbers kennen sich bereits aus gemeinsamen Tagen beim FC St. Pauli. "Marius besitzt ein interessantes Profil. Er ist A-Lizenz-Inhaber, kennt die Liga und bringt aus seiner tollen Vergangenheit als Spieler einen großen Erfahrungsschatz mit", erklärt der Sportliche Leiter die Entscheidung für Ebbers. "Er weiß, wie eine Kabine funktioniert und ist extrem motiviert." Neu beim VfB ist zudem Christian Meyer, der gemeinsam mit Jannik Zohrabian das Torwarttrainer-Duo bilden wird. Zur Überraschung der Ostfriesen hat Meyer kurzfristig seine Zelte bei Kickers Emden abgebrochen, um sich den Oldenburgern anzuschließen.

Auf dem Transfermarkt hakt es derweil noch beim VfB. Einige Wunschkandidaten haben sich für die Konkurrenten in der Regionalliga Nord entschieden. "Unsere Priorität lag darauf, unsere Stammspieler zu halten. Das ist uns geglückt", betont Schachten. "Wir wollen noch den ein oder anderen Spieler dazuholen, der uns weiterhilft. Aber die Anzahl unserer Neuzugänge wird überschaubar bleiben."

Da der VfB mit Marc Schröder verlängern konnte, hat der akute Bedarf in der Innenverteidigung abgenommen. Flügelspieler Ayodele Adetula ist nach wie vor ein Kandidat bei den Oldenburgern. Die Priorität liegt in der Offensive allerdings auf der Verpflichtung eines weiteren Mittelstürmers. Derzeit trainiert Mats Facklam zur Probe mit. Der 28-Jährige, der in der vergangenen Rückrunde für die Sportfreunde Lotte gespielt hat, kann sich für einen Vertrag bei den Oldenburgern empfehlen. Um Facklam hatte der VfB sich bereits in der Vergangenheit einmal bemüht.

Im Sturmzentrum könnte innerhalb des Kaders jedoch auch Linus Schäfer eine Alternative sein. Der 22-Jährige wäre kein klassischer Wandspieler, bringt durch seine Kombinationssicherheit, seinen Spielwitz und seinen Abschluss viele Attribute mit, die das Oldenburger Spiel bereichern könnten. Vor allem, wenn über die Außenbahnen Moses Otuali und Aurel Loubongo für eine Menge Tempo sorgen und hinter ihm weitere torgefährliche Akteure wie Vjekoslav Taritas und Julian Boccaccio agieren.

Eine Vakanz besteht nach Anouar Adams Patellasehnenriss noch auf der Position des Rechtsverteidigers. Trotz der langwierigen Verletzung arbeitet der VfB bei Adam weiterhin an einer Verlängerung des Vertrags. Mit Patrick Möschl hat der Klub bereits das Arbeitspapier ausgeweitet. Er ist momentan die erste Alternative zu Adam. Hier soll jedoch noch ein weiterer, im Idealfall flexibel einsetzbarer, Spieler verpflichtet werden. Einer der gehandelten Kandidaten ist Dominique Ndure. Der 25-Jährige spielte bereits in der Jugend für die Oldenburger, schaffte dort den Sprung in den Herrenbereich und trug auch in der Saison 2022/23 nochmal das VfB-Trikot. Den SV Rödinghausen wird Ndure in diesem Sommer verlassen.