Von der Klub-WM aus Orlando, Florida, über den FC Bayern berichtet Georg Holzner
Die neue Klub-Weltmeisterschaft "ist auch für uns ein Abenteuer", sagt Max Eberl. Der Sportvorstand freut sich auf das am Sonntag startende Turnier. Je erfolgreicher der FC Bayern abschneidet, desto mehr Einnahmen werden generiert. Und je mehr Geld eingenommen wird, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich danach auf dem Transfermarkt. Zusätzlich sollen nach der Klub-WM Spieler verkauft werden.
Sacha Boey, Bryan Zaragoza, Kingsley Coman und Mathys Tel sind die ersten Kandidaten. Bei Boey warten die Münchner auf eine konkrete Anfrage zu passenden Konditionen, denn drei Rechtsverteidiger, so erklärt Eberl, seien ein Luxus, also zu viele. Auch bei Zaragoza, so bestätigt der Sportvorstand, "sind wir für einen Transfer offen". Interessenten für den Spanier, der jüngst für die Nationalmannschaft nominiert wurde, gebe es.
Komplizierter dürfte es bei Kingsley Coman werden. Der Franzose hat zwar vermutlich den aussichtsreichsten Markt, soll aber derzeit zu einem Verbleib in München tendieren. Eberl hofft, dass der Flügelflitzer fit bleibt, die Klub-WM spielen kann. "Und danach werden wir sehen, wie die Kaderplanung aussieht", sagt Eberl mit Blick auf Coman und verweist darauf, dass durch den Abschied von Leroy Sané und Thomas Müller schon zwei Offensive weniger im Kader sein werden. Mathys Tel könnte der dritte sein.
Tels Zukunft entscheidet sich wohl nach der U-21-EM
Der im vergangenen Halbjahr zu Tottenham verliehene Youngster ist - im Vergleich zu Adam Aznou, der zu Valladolid verliehen wurde - nicht in den USA mit dabei. Weil Tel lieber die U-21-Europameisterschaft spielen wollte, erklärt Eberl. Spätestens danach würden dann die Gespräche mit Tottenham fortgesetzt werden. Gut möglich, dass der junge Offensivallrounder nicht mehr zum FC Bayern zurückkehrt.