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"Ein herber Rückschlag": 1860 muss vorerst ohne Kapitän Verlaat auskommen

kicker

Die erste Hälfte in Rostock war für 1860 München ohnehin eine wenig erfreuliche. Nach 34 Minuten stand es schon 0:2 und die Leistung der Löwen war dem Ergebnis entsprechend: "In der ersten Halbzeit hat so ziemlich alles gefehlt. Es war sehr ängstlich in Ballbesitz. Alles, was wir uns vorgenommen haben, hat eigentlich nicht stattgefunden", sagte Patrick Glöckner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Hoffenheim II.

„Wenn wir das zweite Tor von Krauß nehmen, wo der durch die ganze Abwehr marschiert, das ist eine absolute Frechheit.“ (Patrick Glöckner)

Vor allem das 0:2 sei auf eine Art und Weise gefallen, wie sie der Trainer gar nicht gerne sieht: "Wenn wir das zweite Tor von Krauß nehmen, wo der durch die ganze Abwehr marschiert, das ist eine absolute Frechheit, muss man ehrlich sagen. Sowas kann man eigentlich nicht dulden, aber es passiert halt. Da schlafen ja mindestens zwei, drei Positionen." Und dann kam es für den TSV noch härter: In der 37. Minute musste Jesper Verlaat den Platz aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel frühzeitig verlassen.

Genaue Ausfallzeit von Verlaat ist noch nicht bekannt

Damit wird der Kapitän den Münchener in den kommenden Wochen fehlen. Die genaue Ausfallzeit ist noch nicht bekannt: "Wir müssen die Diagnostik abwarten, da können wir jetzt noch nichts zu sagen." Glöckner räumte ein, dass der Verlust von Verlaat nicht spurlos am Team vorbeigehen werde: "Das ist natürlich ein herber Rückschlag. Wir müssen gucken, dass wir das als Mannschaft kompensieren. Es werden andere in die Bresche springen und ihren Job hoffentlich auch ausgezeichnet ausführen."

Am Samstag auf den Platz zurückkehren wird dafür Kevin Volland. Der Ex-Nationalspieler fehlte zuletzt aufgrund einer Sperre. Nun ist Glöckner froh, den Ausnahmekönner wieder in seinen Reihen zu wissen: "Kevin ist ein polarisierender Spieler, den wir immer im Team-Gefüge benötigen. Es ist schön, dass er jetzt wieder dabei ist."

Schifferl ist eine Option für die Verlaat-Position

Nicht nur deshalb werde es bei 1860 auf jeden Fall Änderungen an der Startelf geben. Nach der deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang gegen den FC Hansa - die Münchener gewannen die zweite Halbzeit mit 1:0 - möchte der Trainer noch weitere Wechsel vornehmen: "Es wird auch eine Position dabei sein, die ein Stück weit mit der Leistung zu tun hat. Es ist normal, dass der ein oder andere Spieler nicht in jedem Spiel seine Bestleistung bringen kann. Dafür haben wir ja einen breiten Kader."

Von der Verletzung Verlaats profitieren könnte am Samstag Raphael Schifferl, der bisher mit zwei Einwechslungen nur Ergänzungsspieler war. Gegen Hoffenheim II ist er ein Kandidat für die Startelf: "Wir waren auf jeden Fall zufrieden. Er hat direkt eine gute Energie aufs Feld gebracht, war sehr aggressiv im Spiel. Er hat das sehr gut gemacht, deshalb ist er auf jeden Fall eine Alternative, um die Position von Jesper einzunehmen." Tim Danhof dagegen kann noch nicht mitwirken, weil er erst am kommenden Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll.

Glöckner will keinen "Zauberfußball" sehen

Mit Blick auf den Saisonstart ordnete Glöckner ein, dass man mit elf Punkten nach sechs Spielen zufrieden sein könne: "Wir sind oben dran, also ist alles im Soll. Ich habe es schon tausendmal gesagt: Für die Erwartungshaltung kann ich nix. Die anderen Mannschaften haben auch hervorragend aufgerüstet. Da sind wir mit Sicherheit nicht die Einzigen mit Ambitionen." Es gehe in der 3. Liga nicht darum, "90 Minuten Zauberfußball zu spielen", sondern darum, effektiv zu sein.

Am Samstag um 16.30 Uhr haben die Münchener Löwen im Stadion an der Grünwalder Straße gegen die Zweitvertretung der TSG die nächste Chance, ihre Effektivität unter Beweis zu stellen und damit die eigenen Aufstiegsambitionen zu unterstreichen.