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Einigkeit bei Wimmer und Strauß: Jahn fehlen "Nuancen"

kicker

Die Bilanz nach fünf Spielen ist für den Zweitliga-Absteiger ernüchternd: Nur ein Sieg (gegen Aufsteiger Schweinfurt) und einem Remis stehen drei Niederlagen gegenüber - und damit ein Platz im unteren Tabellendrittel.

"Es tut natürlich sehr weh, dass wir das Spiel verlieren", kommentierte Felix Strauß bei MagentaSport die zweite Heimniederlage. Der SSV-Kapitän hatte ein Spiel auf Messers Schneide gesehen - und einen besseren Auftritt als bei Viktoria Köln (0:1). Positiv ist zu bewerten, dass der Jahn sich nach dem Pausenrückstand durch Tom Moustier (35.) wehrte und durch Noel Eichingers Ausgleich auch belohnte (70.). Essen aber antwortete prompt (Kaito Mizuta, 75.), quasi die Vorentscheidung gegen nicht mehr gefährlich werdende Gastgeber, die durch einen Konter (Kelsey Owusu, 90.+7) die Entscheidung kassierten.

Die Defizite seines Teams benannte Strauß mit klaren Worten: "Beim ersten Tor sind wir zu weit weg. Beim zweiten Gegentreffer haben wir es versäumt, den Ball wegzuschlagen. Da laufen wir zu sehr ins offene Messer." Der Österreicher versprühte aber auch Optimismus und gab sich kämpferisch: "Trotzdem müssen wir das Positive mitnehmen und weitermachen. Es fehlt nicht viel. Es sind nur Nuancen. Jeder muss nur noch ein wenig schärfer werden, dann wird das auch in eine bessere Richtung gehen."

Auch offensiv zu wenig

Ein wenig schärfer, oder mit den Worten von Michael Wimmer ausgedrückt: "Wir brauchen von jedem mehr Einsatz. Da war der Gegner einfach besser." Das Resümee des Jahn-Trainers fiel quasi gleich aus: "Am Ende des Tages waren es Nuancen, die entscheiden. Wir waren beim Gegentor nicht griffig genug. Und auch beim 1:2 ist es ein einfacher Zweikampf. Aktuell sind die Gegner in solchen Aktionen griffiger und williger. Das müssen abstellen", forderte der 45-Jährige.

Doch sind es tatsächlich nur Nuancen, die die schwache Punkteausbeute bedingen? Denn nicht nur in der Defensive, auch offensiv krankt es bei den Oberpfälzern, das weiß auch Wimmer: "Wir hatten leider aber auch keine zwingenden Chancen und da müssen wir einfach zielstrebiger und konsequenter werden."

Die nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits am Dienstag (19 Uhr), wenn es zum SV Wehen Wiesbaden geht. Wimmer: "Das Positive ist, dass es sofort weitergeht und wir gar nicht so viel Zeit haben, um zu überlegen. Es geht darum, die Köpfe schnell freizubekommen und auch den Finger in die Wunde zu legen, weil es aktuell einen Ticken zu wenig ist."