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Einspruch abgelehnt: Vitesse Arnheim verliert Profilizenz

kicker

Nach 35 Jahren stieg Vitesse Arnheim im Sommer 2024 aus der Eredivisie ab - mit nur sechs Zählern auf dem Konto. 18 Punkte waren dem Traditionsklub seinerzeit schon abgezogen worden. Der Grund: Wiederholte Verstöße gegen die Lizenzbedingungen und ein Schuldenberg von 14 Millionen Euro. Auch in der zweiten Liga wurde man Letzter, wieder wegen Punktabzügen.

Vor dem Jahr in der Eerste Divisie war Vitesse letzten Sommer bereits die Lizenz entzogen worden, der Klub legte aber Einspruch ein. Der niederländische Fußballverband KNVB wies den nun ab.

Der Berufungsausschuss sei zu dem Schluss gekommen, dass es ein mehrjähriges Muster von Täuschung und Umgehung der Regeln des Lizenzsystems bei Vitesse gegeben habe. Zudem sei der Verein nicht transparent gewesen, so der KNVB. Dieses Verhaltensmuster habe sich als strukturell, schwerwiegend und anhaltend erwiesen. Auch gegen die Verbandsentscheidung können die Arnheimer noch vor Gericht gehen.

Neustart im Amateurfußball?

Auch der KNVB finde das Ausscheiden des Pokalsiegers von 2017 aus dem Profifußball sehr schlimm. Nicht nur für Vitesse und seine Fans, sondern für den gesamten niederländischen Fußball. Spieler und Fans des Klubs zeigten sich gegenüber niederländischen Medien schockiert. Vitesse droht jetzt der Neustart in der Bedeutungslosigkeit des Amateurfußballs.

Neben den hohen Schulden waren unklare Finanz- und Eigentümerstrukturen sowie eine unvollständige Buchhaltung Auslöser für den Entzug der Lizenz gewesen. Kurz vor der Entscheidung des Berufungsausschusses des KNVB war Arnheims deutscher Interimsgeschäftsführer Timo Braasch zurückgetreten. Braasch hatte Vitesse und die Schulden des Klubs mit vier weiteren Interessenten übernommen, war aber regelmäßig mit dem KNVB aneinandergeraten.